Kreis Unna - Presse und Kommunikation

07. November 2008

Straßenverkehrsamt des Kreises vor Ort

Verkehrsschau in Fröndenberg

Kreis Unna. (PK) Der Fachbereich Straßenverkehr des Kreises Unna hat am 5. und 6. November gemeinsam mit Vertretern der Kreispolizeibehörde, der Verwaltung und des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Fröndenberg im Stadtgebiet Fröndenberg eine Verkehrsschau durchgeführt.

Nachdem bereits im letzten Jahr die Kreis- und Landstraßen von der Fachkommission unter die Lupe genommen worden sind, fiel das Augenmerk diesmal vornehmlich auf Gemeindestraßen in der Stadtmitte und in Teilbereichen der Stadtteile. Ziel war es, die vorhandenen Verkehrszeichen auf Zustand, Schlüssigkeit und Erforderlichkeit hin zu überprüfen. Darüber hinaus sind besondere verkehrsrelevante Anliegen der Bürgerinnen und Bürger behandelt worden.

Der Schwerpunkt der Verkehrsschau lag dabei auf folgende Örtlichkeiten:

· Bruayplatz und Umgebung Hier wurde der Stadt Fröndenberg empfohlen, den Bereich um den Bruayplatz, der bisher teilweise als Fußgängerzone, teilweise als Gehweg ausgewiesen ist, insgesamt einheitlich als Fußgängerzone auszuweisen mit dem Zusatz „Radfahrer frei“. Gründe für diese Empfehlung: Einheitliches Erscheinungsbild, bessere Überprüf-/Überwachbarkeit, fahrradfreundlicher Aspekt, Vermeidung der Nutzung durch Kleinkraftradfahrer.

· Parkflächen südlich des Bruayplatzes und angrenzende Bereiche (z.B. Aldi) Die dort mit einer Vielzahl an Verkehrszeichen geschaffene Parkregelung sollte, um die Anzahl der vorhandenen Verkehrszeichen zu reduzieren und um damit auch die Übersichtlichkeit zu verbessern, durch eine Parkzonenregelung ersetzt werden. Die entsprechende Empfehlung der Verkehrschauteilnehmer bedarf einer Überprüfung durch die Stadt Fröndenberg.

· Einmündungsbereich Haßleistrasse/Mühlenbergstraße Höhe Nordstraße Die dort vorhandenen Probleme im Begegnungsverkehr sollen im Rahmen einer Erstmaßnahme in Form des Aufbringens einer Sperrflächenmarkierung sowie einer Bordsteinmarkierung zur Verdeutlichung des Gehweges gemildert werden.

· Tempo-30-Zone Haßleistrasse Aufgrund eines Antrages auf Tempo-30-Ausweisung im Bereich der Haßleistraße hat sich die Verkehrskommission aufgrund einer Vorabprüfung durch die Kreisverwaltung grundsätzlich positiv zur Einbindung der Haßleistrasse in die im Bereich Mühlenberg bereits vorhandene Tempo-30-Zonen-Regelung ausgesprochen (mit ergänzenden Parkflächenmarkierungen). Der Kreis Unna würde eine entsprechende verkehrsbehördliche Anordnung aussprechen, regt in diesem Zusammenhang jedoch an, auch die Nebenäste (z.B. Freiheitsstraße) auf der Basis einer von der Stadt Fröndenberg noch vorzunehmenden Überprüfung mit in die Zonen-Regelung einzubeziehen.

· Königsweg in Neimen Das für den Königsweg bereits ausgewiesenen Durchfahrtverbot für Lkw`s wird offensichtlich nicht beachtet. Die Verkehrskommission hat sich daher auf der Basis eines dem Kreis vorliegenden Antrages der Angelegenheit nochmals angenommen und auch während der Verkehrsschau vor Ort das Gespräch mit einzelnen Anwohner gesucht. Das Ergebnis: Ein Patentrezept zur Unterbindung der LKW-Durchfahrt in diesem Bereich gibt es nicht. Sackgassenregelungen scheiden allein aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten z.B. für Versorgungsfahrzeuge, Entsorgungsfahrzeuge aus. Im Ergebnis hat man sich auf eine Optimierung der vorhandenen Ausschilderung (beidseitiges Aufstellen der Verkehrszeichen an beiden Einmündungen, Vorankündigung der LKW-Durchfahrtverbotes bereits auf der Landstasse im Vorfeld des Bahnüberganges) verständigt.

· Kirchweg/Birkei in Bausenhagen Auch für diesen kürzlich von der Stadt ausgebauten Bereich liegen Bürgerbegehren auf eine Verbesserung der verkehrlichen Situation vor. In diesem Bereich sollen nunmehr zur Unterstützung der Tempo-30-Zonen-Ausweisung als kurzfristige Maßnahme zusätzliche Piktogramme aufgebracht werden.

· Ohlweg in Dellwig Um hier eine Verbesserung der Situation für die den Ruhrtalradwanderweg nutzenden Radfahrer zu erreichen, hat sich die Verkehrsschau auf Antrag der Stadt Fröndenberg auch auf den Ohlweg konzentriert. Ergebnis der Vor-Ort-Beratung: Anlegung von Schutzstreifen für Radfahrer beidseitig; Aufstellung des Verkehrszeichens „Radfahrer kreuzen“ Höhe Einmündung Ruhrtalradweg.

· Kleibusch in Strickherdicke Ebenfalls aufgrund eines Antrages beschäftigten sich die Teilnehmer der Verkehrsschau mit dem Kleibusch in Strickherdicke. Der Fachbereich Straßenverkehr des Kreises konnte bereits mit Verkehrsmessungen aufwarten, die vom Kreis an zwei Messpunkten auf dem Kleibusch durchgeführt worden sind. An dem Messpunkt vor dem Seniorenheim Haus Lore haben 85% der Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit von 49,4 km/h nicht überschritten; an dem Messpunkt Höhe Haus 1a lag dieser V85-Verkehrsmesswert bei 48,7 km/h. Die Verkehrskommission verständigte sich darauf, durch ein Gefahrzeichen mit einem Zusatzzeichen aus beiden Fahrtrichtungen auf den besonders schützenswerten Bereich Haus Lore aufmerksam zu machen.

· Hubert-Biernat-Straße (Bushaltestellenbereiche) Die Teilnehmer der Verkehrsschau waren sich einig, dass zum Schutz der Schulkinder Maßnahmen ergriffen werden sollten. Im Fokus der Ortsbesichtigung waren insbesondere die unbefestigten Seitenstreifen, die den Weg zur Bushaltestelle erschweren. Auf konkrete Maßnahmen hat man sich jedoch noch nicht verständigt, da aktuelle Verkehrsmessungen und –überprüfungen noch fehlen.


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