Landkreis Leer | Presseinformation

Land sieht keine Chance für Gesamtschule Borkum

12. November 2008. Eine Sonderregelung für die Schulversorgung auf der Insel Borkum mit einem gymnasialen Angebot wird es nicht geben. Das hat das Niedersächsische Kultusministerium dem Landkreis Leer jetzt schriftlich mitgeteilt. Landrat Bernhard Bramlage hatte zuvor einen vom Schulelternrat unterstützten Vorschlag des Schulleiters der Inselschule zur Prüfung an die Landesregierung weitergeleitet. In der schriftlichen Stellungnahme heißt es nun, dass weder für die Errichtung einer Kooperativen Gesamtschule noch einer Integrativen Gesamtschule die rechtlichen Voraussetzungen gegeben seien. Die Schülerzahl sei dafür zu gering.

Ein Schulversuch, so das Kultusministerium, komme ebenfalls nicht in Betracht, weil das von der Schulleitung vorgelegte Konzept auf Dauer angelegt sei. Im Übrigen spiegele die skizzierte "Gemeinschaftsschule" nicht die Struktur des Schulsystems wider, für das die Landesregierung stehe. Das Kultusministerium verweist zudem auf die schon bestehende Förderung von Schülern mit Gymnasialempfehlung in den Jahrgängen sieben bis zehn der Borkumer Realschule. Bei dem danach notwendigen Wechsel zum Festland für den Besuch eines Gymnasiums seien dem Kultusministerium keine Schulprobleme bekannt.

Landrat Bramlage will diesen Punkt nun in der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 9. Dezember beraten lassen. Bramlage hat den Schulelternrat über das Ergebnis der Überprüfung informiert und eine Teilnahme an der Sitzung angeregt.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer


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