"Die Elbe im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne" lautet der Titel einer öffentlichen Tagungsveranstaltung am Montag und Dienstag, 17. und 18. November 2008, im Magdeburger Gesellschaftshaus. Die inzwischen 3. Netzwerktagung zum Fluss wird vom Stadtplanungsamt in Abstimmung mit dem IBA-Büro Dessau und dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr organisiert. Alle interessierten Magdeburgerinnen und Magdeburger dazu sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Eröffnet wird die zweitägige Veranstaltung am 17. November, 12.00 Uhr, von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Elbe als einer der schönsten Flüsse Europas. Vorträge und Referate wie "Getauft im Elbwasser", "Bauen an der Elbe" und "Fluss ist Kult" stellen aktuelle Entwicklungen und mögliche Perspektiven für die Elbe vor. Zu den Referenten gehören unter anderem Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Karl-Heinz Daehre, der Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost, Thomas Menzel, und der frühere Leiter des Stadtplanungsamtes, Dr. Eckhart Peters. Im Rahmenprogramm wird eine Führung durch die Ausstellung "Magdeburg im Dialog – Weltreise der Photographie" angeboten.
Ziel der seit 2006 jährlich stattfindenden Netzwerktagung zum Fluss ist die Entwicklung neuer Impulse und Strategien für das Leben an der Elbe sowie für Anknüpfungspunkte bei der Bildung von Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Ökologie. Kommunen und Regionen am Fluss sowie interessierten Bürgern bietet die Veranstaltungsreihe ein gemeinsames Forum, das zum Austausch von Erfahrungen und Ideen anregen soll. Die Tagungsreihe ist Teil des Magdeburger IBA-Beitrages "Leben an und mit der Elbe".
Alle interessierten Magdeburgerinnen und Magdeburger Bürger sind zur Veranstaltung "Die Elbe im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne" herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Das vollständige Programm ist im Internet unter www.magdeburg.de abrufbar.
Hintergrundinformationen
Die Landeshauptstadt orientiert ihren Beitrag zur IBA 2010 am Leitbild "Leben an und mit der Elbe", denn der Fluss prägt maßgeblich die Identität des Stadtbildes. Aber Stadt- und Flusslandschaft waren im Prozess des stetigen gesellschaftlichen Wandels nachhaltigen Veränderungen unterworfen. Deshalb sollen die Elbe und ihre naturnahen Auen noch stärker als bislang in die Stadtlandschaft einbezogen werden.
Ziele der Magdeburger IBA-Beteiligung sind unter anderem die attraktive Gestaltung von Zugängen zur Elbe und Wegen entlang des Ufers, die Aufwertung der an die Elbe grenzenden Stadtgebiete, die Suche nach Nutzungen für Brachflächen, die Stärkung der städtischen Identität und die Schärfung des Profils als innovative Wissenschaftsstadt.
An drei IBA-Schauplätzen entlang der Elbe werden exemplarisch neue Wege der Stadtentwicklung aufgezeigt:
1. "Mehr Stadt – weniger Landschaft": Der ehemalige Handelshafen wird unter diesem Thema zu einem "Wissenschaftshafen" umgebaut. Er ist bereits heute ein schönes Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung am Fluss. Die Landeshauptstadt entwickelt hier ein lebendiges Stadtquartier mit Flächen für Dienstleistungen, Freizeit und Tourismus. Die "Denkfabrik" und weitere wissenschaftliche Einrichtungen qualifizieren den Wissenschaftshafen zu einem Zentrum für Innovation und Wissenstransfer.
2. "Historisches Erbe am Fluss": Zweiter IBA-Schauplatz ist die Altstadt bis hin zum Elbbahnhof. Hier wird zum Beispiel mit der baulichen Entwicklung bisheriger Bahngrundstücke in unmittelbarer Nähe zum Fluss und zum südlichen Stadtzentrum eine neue Phase der Stadtentwicklung entlang der Elbe angestoßen. Ein Teil des Bereiches rund um die Elbe hat bereits wesentlich an Attraktivität gewonnen: die Elbuferpromenade wurde in vielen Bereichen verschönert, der Petriförder mit seinen Schiffsanlegestellen sowie die Lukasklause erstrahlen in neuem Glanz und die neue Brücke über das Schleinufer verbindet die touristisch attraktiven Bereiche des Domplatzes und des Fürstenwalls direkt mit einer begehbaren Ufermauer am Fluss.
3. "Weniger Stadt, mehr Landschaft": Unter diesem Thema sollen die im Südosten gelegenen Stadtteile aufgewertet werden. Hier geht es um die zukünftige Gestaltung großer ehemaliger Industrieareale. Ziel ist die Verlagerung von Gewerbestandorten – weg von der Elbe, hinein in den Bereich zwischen Hauptstraße und Trassen der Deutschen Bahn. Durch diese Verlagerung könnten neu gewonnene Landschafts-, Freizeit- und Wohnbereiche an der Elbe entstehen. Die Siedlungsstrukturen zwischen der Elbe und der Bahnlinie sollen entflochten, die Ortskerne gestärkt und ihr Bezug zur Elbe in den Mittelpunkt dieses IBA-Schauplatzes gerückt werden. Um diesen Prozess erfolgreich zu führen, hat die Stadtverwaltung Strategien für ein Flächenmanagement entwickelt.