Magdeburg.
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus den Beigeordneten für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit Dr. Klaus Puchta und die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker. Beide Beigeordnete trugen sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein. Sie scheiden zum Ende des Jahres 2008 aus ihren Ämtern als Beigeordnete der Landeshauptstadt aus.
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper dankte beiden Beigeordneten für die in den zurückliegenden Jahren geleistete Arbeit und für ihr Engagement zugunsten der Landeshauptstadt Magdeburg und ihrer Bürger. Mit der Eintragung ins Goldene Buch würdigt die Landeshauptstadt das Wirken von Dr. Klaus Puchta und Beate Bröcker in den sieben Jahren als Beigeordnete an der Spitze der Stadtverwaltung.
Dr. Klaus Puchta hatte das seinerzeit neu eingerichtete Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit zum Jahresbeginn 2002 übernommen. Unter seiner Leitung wurde das Profil des Dezernates um den Schwerpunkt „Wissenschaft“ erweitert und die Entwicklung der Landeshauptstadt zu einer Stadt der Wissenschaft forciert. Dr. Klaus Puchta wird auch weiterhin als Teamleiter „Wissenschaft und Städtepartnerschaften“ innerhalb der Stadtverwaltung die Kooperation der Stadtverwaltung mit den wissenschaftlichen Hochschulen und Einrichtungen koordinieren und die internationalen Kontakte Magdeburgs zu anderen europäischen Wissenschaftsstädten ausbauen.
Beate Bröcker hat während ihrer Amtszeit als Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit insbesondere die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen Jugendlicher und die Stärkung von Familien forciert. Mit dem Wettbewerb „work-life-balance“ und der Etablierung eines Bündnisses für Familie hat sie die bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Gesundheit gefördert. In ihre Amtszeit fällt auch die Übertragung der Kindertageseinrichtungen an freie Träger sowie die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz IV), die die Neuorganisation der Leistungsgewährung für Anspruchsberechtigte erforderlich machte.
Hintergrund zum Goldenen Buch
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931, es wurde unter Oberbürgermeister Hermann Beims eingerichtet. Die erste Eintragung datiert vom 10. Mai 1931, damals trugen sich die Mitglieder des Magistrats ins Goldene Buch ein. Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen.
Seit 1995 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder die sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.
Neben Politikern, Botschaftern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, haben sich in den zurückliegenden Jahren die Ehrenbürger der Stadt Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte sowie erfolgreiche Sportler wie der Handballer Stefan Kretzschmar oder der Boxer Sven Ottke in das Goldene Buch eingetragen. Auch Magdeburger Künstler wie der Glasgestalter Reginald Richter und Generalmusikdirektor a.D. Roland Wambeck und besonders engagierte Bürger wie der Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt wurden mit der Eintragung in das Goldene Buch geehrt.