Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 17. Dezember 2008

OB Dr. Lutz Trümper wünscht allen Magdeburgern besinnliche Feiertage und viel Erfolg im neuen Jahr

Magdeburg.

 

Liebe Magdeburgerinnen und Magdeburger,

liebe Gäste und Freunde der Landeshauptstadt,

 

in wenigen Tagen geht für die Landeshauptstadt ein spannendes und ereignisreiches Jahr zu Ende. 2008 wurden zahlreiche Bauvorhaben begonnen, fortgesetzt oder beendet, beeindruckende Erfolge von Magdeburger Sportlern gefeiert, viel Kultur in unserer Stadt gelebt und großes privates Engagement für das Gemeinwesen gezeigt.

 

Gleich fünf Schulen strahlen seit kurzem in neuem Glanz. Optimale Unterrichtsbedingungen hat die Stadtverwaltung in den Grundschulen "Lindenhof" und "Brückfeld", den Sekundarschulen "Thomas Müntzer" und "Wilhelm Weitling" sowie in der Sportsekundarschule "Hans Schellheimer" geschaffen. Für die Modernisierung von zehn weiteren Schulgebäuden haben wir in diesem Jahr den Startschuss gegeben. Bei vielen Schulen sind die Baufortschritte bereits deutlich sichtbar. Zum Beispiel in der Weitlingstraße: Wo einst ein marodes Gebäude stand, entsteht eine neue, moderne Bildungseinrichtung für junge Magdeburgerinnen und Magdeburger.

 

Das rege Baugeschehen in Magdeburg wurde 2008 auch von größeren Straßenbaumaßnahmen geprägt: Im September erfolgte die Freigabe des letzten Abschnitts der Ortsumgehung Ottersleben. Die leistungsfähige Straße entlastet den Stadtteil dauerhaft vom Durchgangsverkehr, was zu einer spürbaren Steigerung der Wohn- und Lebensqualität in Ottersleben beiträgt. Investitionen wie der weitere vierspurige Ausbau des Schleinufers, die Sanierung der Brücke über die Klinke in der Schönebecker Straße oder der Ausbau der Leipziger Straße wurden in diesem Jahr begonnen. Zum Leidwesen vieler Autofahrer können diese Baumaßnahmen aber nicht ohne Teil- oder sogar Vollsperrungen umgesetzt werden. Hier bittet die Stadtverwaltung noch um ein wenig Geduld, bis die Maßnahmen 2009 beendet sind.

 

Seit August lädt der Adolf-Mittag-See im Stadtpark wieder zum Träumen ein. 1,7 Millionen Euro wurden mit Unterstützung von Land und Bund rund um den See investiert. Eine beachtliche Summe, die gut angelegt ist, denn der Zustand des Gewässers war durch das Jahrhunderthochwasser 2002 sowie durch jahrelange Ablagerungen und immer geringere Wassertiefen mehr als bedenklich.

 

 

Aber auch Investitionen mit geringerem Volumen machen unsere Stadt lebens- und liebenswerter. Ich erinnere an die beendete Neugestaltung der Spielplätze im Lemsdorfer Weg, im Porse-Privatweg, in der Steinbergstraße und in Pechau sowie an die Sanierung von zwei Wegen durch die Kreuzhorst, damit der Elbdeich zwischen Prester und Randau zum Hochwasserschutz mit schwerer Technik erreicht werden kann.

 

Für tausende Magdeburgerinnen und Magdeburger wird der Gewinn von zwei Gold- und einer Bronzemedaille für Magdeburger Sportler bei den Olympischen Sommerspielen in Peking in guter Erinnerung bleiben. Die eindrucksvollen sportlichen Leistungen von Conny Waßmuth, Andreas Ihle und Manuela Lutze haben den Namen unserer Stadt weit über die Landesgrenzen hinaus getragen. Eine schönere Werbung für Magdeburg kann es kaum geben.

 

Überhaupt war 2008 für die Landeshauptstadt ein Jahr der Preise und Auszeichnungen. Magdeburg wurde zur familienfreundlichsten Großstadt in Sachsen-Anhalt gewählt. Das zur Stadtverwaltung gehörende Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung ist jetzt ein offizieller "Ort im Land der Ideen". Und für die Ausgrabung der Bastion Cleve und die Gestaltung des Hauses der Romanik erhielt die Landeshauptstadt einen Preis des Architekten- und Ingenieurvereins. Diese Ehrung ist ein weiterer Beweis für die erfolgreiche Aufwertung des Domumfeldes in den vergangenen Jahren. Maßnahmen wie diese halten die Geschichte der Stadt lebendig und tragen dazu bei, dass die Stadt weiter an die Elbe rückt.

 

Genau das ist das Ziel unserer Teilnahme an der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 (IBA). In den vergangenen zwölf Monaten haben wir dafür weitere Voraussetzungen geschaffen. Der neue Stadtplatz mit dem Kunstwerk "Zeitzähler" lenkt den Blick auf Elbe, Hubbrücke sowie Aussichtsturm und wertet die Elbuferpromenade und den internationalen Elberadweg weiter auf. Die neue Brücke über das Schleinufer und die angrenzende Freitreppe als Ufermauer verbinden die touristisch attraktiven Bereiche des Domplatzes und des Fürstenwalls mit dem Fluss. Und der IBA-Shop in der Regierungsstraße weckt mit Ausstellungen, Vorträgen und Veranstaltungen die Neugier auf 2010.

 

Schon jetzt sind viele Magdeburgerinnen und Magdeburger von den Aufwertungsmaßnahmen rund um die Elbe angetan. Gern erinnere ich mich an die Einweihung der Neon-Installation des italienischen Künstlers Maurizio Nannucci an der Hubbrücke. Hunderte Magdeburger verfolgten auf der Sternbrücke begeistert die Eröffnung. Die Botschaft des Künstlers war auch ein symbolisches Signal für die Zukunft unserer Stadt: Von hier aus noch viel weiter.

 

Welche Rolle Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt spielen, konnte man im Juli bei dem vom Theater Magdeburg inszenierten Musical "Titanic" eindrucksvoll erleben: Rund 14.000 Zuschauer waren von den 19 Open-Air-Aufführungen auf dem Domplatz begeistert. Nach der großen nationalen und internationalen Resonanz gibt es im kommenden Sommer weitere 15 Aufführungen. Nicht minder war das Echo auf die Ausstellung "Spektakel der Macht": Die Schau über Rituale im Alten Europa lockte mehr als 30.000 Besucher in das Kulturhistorische Museum.

 

Eines hat mich in diesem Jahr ganz besonders beeindruckt: das vielfältige private Engagement für das Gemeinwesen. 7,7 Tonnen Lebensmittel haben Magdeburgerinnen und Magdeburger für bedürftige Mitbürger gespendet und damit den Gewinn der Stadtwette zum Bundestafeltreffen gesichert. Mit großzügigen Spenden wurde auch die Wiedererrichtung des Glockenstuhles der Johanniskirche unterstützt. Die Glocken läuteten zum Reformationstag erstmals wieder nach mehr als sechs Jahrzehnten. Zahlreiche Magdeburger waren zur Johanniskirche geströmt, einige hatten Tränen in den Augen. Das sind Zeichen einer tiefen Verbundenheit mit der Landeshauptstadt und ihrer Geschichte.

 

Was man ehrenamtlich in Magdeburg erreichen kann, hat der Bürger- und Heimatverein Diesdorf in diesem Jahr unter Beweis gestellt: Fast 70.000 Euro haben engagierte Vereinsmitglieder eingeworben, um für die Kinder des Stadtteils einen hochmodernen Mini-Fußballplatz zu errichten. Freunde des Sports waren es auch, die im Sommer mit der "Magdeburger Blutwette" für ein wenig Entspannung in der Blutbank der Universitätsklinik sorgten. Aber auch die vielfachen finanziellen Zuwendungen für die im Mai eingeweihte neue Domorgel, für 60 weitere Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Opfer des Nationalsozialismus, für den ausschließlich aus Spenden finanzierten Spielplatz in Rothensee und für die Pflanzung neuer Bäume verdienen Dank und große Anerkennung. Von diesem Engagement lebt unsere Stadt!

Natürlich gab es 2008 auch Rückschläge: Die nicht eingehaltenen Zusagen des Bundes für den saisonalen Weiterbetrieb des Schiffshebewerkes und die Nichtberücksichtigung Magdeburgs als Spielort für die Frauen-Fußball-WM sind nur zwei Beispiele. Davon lassen wir uns aber nicht entmutigen, denn 2009 warten wieder große Herausforderungen auf die Landeshauptstadt. Symbolisch dafür stehen die Stärkung des Wirtschaftsstandortes, die weiteren Vorbereitungen für die IBA, die Aufwertung von Stadtteilen, das Domjubiläum, die Gründung unseres "Zentrums für mittelalterliche Ausstellungen", die Belebung unserer drei neuen Städtepartnerschaften mit Harbin, Radom und Saporoshje und das Finale der U17-Fußball-Europameisterschaft.

 

Ich wünsche allen Magdeburgerinnen und Magdeburgern sowie den Gästen und Freunden unserer Stadt einen angenehmen Jahreswechsel sowie Gesundheit und Wohlergehen für 2009.

 

 

 

Dr. Lutz Trümper

Oberbürgermeister der

Landeshauptstadt Magdeburg




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Stadt Magdeburg
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