| Pressemitteilung vom17. Dezember 2008 |
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Dr. Schlitzberger: "Römer-Funde im Südharz bestätigen meine Thesen" Kreis Kassel. „Die sensationellen Funde einer Schlacht im 3. Jahrhundert nach Christus am Südharz zeigen, dass die römische Präsenz in Nordhessen und Südniedersachsen über lange Zeiträume weitaus intensiver war, als die amtliche Denkmalpflege in Hessen bisher glaubte“, reagiert Landrat Dr. Udo Schlitzberger auf die jüngsten römischen Funde im Landkreis Northeim. Die von ihm bereits seit längerem vertretene These, dass zwischen der römischen Siedlung bei Waldgirmes, dem Römerlager bei Hedemünden und den nachgewiesenen Fundorten und Militärlagern an Lippe und Weser eine Beziehung besteht, werde durch den aktuellen Fund erneut bestätigt. Dr. Schlitzberger: „Was bereits seit längerem fehlt – obwohl ich es permanent einfordere – ist eine systematische Erforschung von Logistikwegen und Militärstützpunkten zur Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen in unserer Region“. Bisher habe die zuständige Außenstelle der Landesdenkmalschutzbehörde in Marburg vertiefte Untersuchungen mit Hinweis auf ihre „Abwegigkeit“ abgelehnt und als „Geldverschwendung“ bezeichnet. Die in den letzten Jahren verstärkt auftretenden Fundorte nördlich des Limes tief im Siedlungsraum der Chatten und Cherusker zeigen, so der Landrat weiter, dass man es sich so einfach nicht machen könne. „Sowohl das Römerlager bei Hedemünden, wie auch ein wahrscheinliches Varus-Lager bei Porta Westfalica und die aktuellen Sensationsfunde bei Kalefeld wären vor wenigen Jahren in das Reich der Fantasie verwiesen worden“, betont Dr. Schlitzberger. Es sei daher überfällig, dass der „weiße Fleck Nordhessen“ auf der Landkarte der römisch-germanischen Geschichte verschwindet und durch fundierte Forschungsergebnisse ersetzt wird. „Es gibt viele römische Spuren nördlich des Limes – man muss sie nur finden wollen“, so Dr. Schlitzberger abschließend. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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