Pressemitteilung vom19. Dezember 2008
Gemeinsames Standesamt Wesertal geht an den Start
Oberweser/Wahlsburg.

Die Standesämter der Gemeinden Oberweser und Wahlsburg fusionieren zum 1. Januar 2009 zum gemeinsamen Standesamt Wesertal. „Für die Bürger wird dadurch der Service besser, da sich die Mitarbeiter der beiden bisherigen getrennten Standesämter ohne bürokratischen Mehraufwand vertreten können und so Termine leichter zu vereinbaren sind“, waren sich der Wahlsburger Bürgermeister Jörg-Otto Quentin und sein Kollege aus Oberweser Rüdiger Henne bei der Übergabe der Genehmigungsurkunde durch Regierungspräsident Lutz Klein einig. Für die Gemeinden biete die Fusion nur Vorteile, da das vorhandenen Personal besser genutzt werden kann.

„Standesamtsfusionen sind noch selten – das gemeinsame Standesamt Wesertal ist erst das zweite im Regierungsbezirk Kassel, das ich genehmigen kann“, betont Regierungspräsident Klein. Kommunale Zusammenarbeit werde von der Landesregierung unterstützt – besonders dann, wenn es sich wie beim Personenstandswesen um eine schwierige Rechtsmaterie handelt. Klein, der selbst als langjähriger Bürgermeister Battenbergs (Landkreis Waldeck-Frankenberg), eine Fortbildung an der Standesamtschule in Bad Schwalbach absolviert hatte, würdigte die Arbeit der Mitarbeiter der Standesämter. Klein: „Die Arbeit im Standesamt erfordert einen hohen Grad an rechtlichem Fachwissen und persönlicher Kompetenz“. Das zunehmend komplexere Personenstandsrecht und die damit einhergehenden technischen Anforderungen werden die Tendenz zur Fusion von Standesämtern verstärken, ist sich der Kasseler Regierungspräsident sicher.

 

Vizelandrat Uwe Schmidt, der den beiden Bürgermeistern zu ihrer Entscheidung gratuliert, weist vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung darauf hin, dass es gerade kleinen Gemeinden in Zukunft immer schwerer fallen werde, die Dienstleistungsqualität für die Bürger aufrecht zu erhalten. „Der Kreis wird die Kommunen auf der Suche nach sinnvollen Problemlösungen unterstützen – der Impuls für Zusammenarbeit muss allerdings von den Gemeinden selbst kommen“, so Schmidt weiter. Es sei daher ein gutes Signal, dass von der Standesamtsfusion von Oberweser und Wahlsburg ausgeht.

 

Die beiden Bürgermeister sehen in der Standesamtsfusion „noch nicht das Ende möglicher Zusammenarbeit zwischen Wahlsburg und Oberweser“. Wichtig sei, die gemeindlichen Gremien und die dort zum Teil noch vorhandenen Vorbehalte gegenüber verstärkter Kooperation über die Gemeindegrenzen hinweg, mit guten Argumenten zu überzeugen. Auch das neue Standesamt Wesertal sei so angelegt, dass weiter Kommunen an der Oberweser noch mitaufgenommen werden können. „Häufig zeigt das gute Beispiel einer funktionierenden Zusammenarbeit, dass von interkommunalen Kooperationen Bürger und Gemeinde profitieren“, setzen Henne und Quentin ihre Hoffnung darauf, dass das Beispiel der beiden Oberwesergemeinden Schule macht.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Standesamt Wesertal
Auf dem Foto sind von links nach rechts Bürgermeister Rüdiger Henne, Bürgermeister Jörg-Otto Quentin, Ronald Brandenstein (Standesamtsaufsicht Landkreis Kassel), Vizelandrat Uwe Schmidt, Regierungspräsident Lutz Klein, Doris Ellermeyer (Standesamt Oberweser), Bianca Volle (Standesamt Wahlsburg) und Holger Förster (Standesamt Wahlsburg) zu sehen.


LANDKREIS KASSEL
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Harald Kühlborn
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