Magdeburg.
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus den Botschafter Japans, S.E. Dr. Takahiro Shinyo. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.
S.E. Dr. Takahiro Shinyo weilt derzeit zu seinem Antrittsbesuch in Sachsen-Anhalt und Magdeburg. Neben Treffen mit dem Ministerpräsidenten und dem Präsidenten des Landtages von Sachsen-Anhalt nutzte der Botschafter seinen Besuch auch für eine Stadtbesichtigung. Bei seinem Besuch im Magdeburger Rathaus trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein. S.E. Dr. Takahiro Shinyo ist der zweite Botschafter Japans, der sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hat.
S.E. Dr. Takahiro Shinyo ist seit Oktober 2008 außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter von Japan in der Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Osaka und seiner Spezialisierung zum Thema Völkerrecht an der Georg-August-Universität Göttingen trat er 1972 in das Außenministerium Japans ein. Von 1975 bis 1984 war er Dritter bzw. Zweiter Botschaftssekretär der Botschaft von Japan in der Schweiz und anschließend Erster Botschaftssekretär der Botschaft von Japan in China.
Ab 1987 war Dr. Takahiro Shinyo Botschaftsrat der Botschaft von Japan in der Bundesrepublik Deutschland. Von 1989 bis 1996 leitete er das Abrüstungsreferat der Abteilung Vereinte Nationen des Außenministeriums und das Referat VN-Politik. Von 1996 bis 1999 war er Gesandter der Botschaft von Japan in der Bundesrepublik Deutschland, von 1999 bis 2002 stellvertretender Leiter der Abteilung Europäische und Ozeanische Angelegenheiten im Außenministerium und von 2002 bis 2005 Generalkonsul von Japan in Düsseldorf. Von 2005 bis 2006 hatte er die Leitung der Abteilung Globale Angelegenheiten des Außenministeriums inne und von 2006 bis 2008 war er außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter bei der Ständigen Vertretung von Japan bei den Vereinten Nationen. S.E. Dr. Takahiro Shinyo wurde 1950 in Kagawa geboren und ist verheiratet.
Die Landeshauptstadt Magdeburg hat seit 1985 durch die Mitgliedschaft im Bündnis der Städte „Bürgermeister für den Frieden“ eine enge Verbindung zu Japan. An der Lukasklause erinnert die Stele der Völkerfreundschaft mit einem Gedenkstein aus Nagasaki an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Darüber hinaus gibt es vielfältige Kontakte zwischen Magdeburg und Japan im wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich. Vor allem die Otto-von-Guericke-Universität und das Magdeburger Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung pflegen intensive Beziehungen und Kooperationen mit Institutionen und Partnern in Japan.
Hintergrund zum Goldenen Buch
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931, es wurde unter Oberbürgermeister Hermann Beims eingerichtet. Die erste Eintragung datiert vom 10. Mai 1931, damals trugen sich die Mitglieder des Magistrats ins Goldene Buch ein. Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen.
Seit 1995 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder die sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.
Neben Politikern, Botschaftern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, haben sich in den zurückliegenden Jahren die Ehrenbürger der Stadt Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte sowie erfolgreiche Sportler wie der Handballer Stefan Kretzschmar oder der Boxer Sven Ottke in das Goldene Buch eingetragen. Auch Magdeburger Künstler wie der Glasgestalter Reginald Richter und Generalmusikdirektor a.D. Roland Wambeck und besonders engagierte Bürger wie der Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt wurden mit der Eintragung in das Goldene Buch geehrt.