Kreis Unna - Presse und Kommunikation

13. Januar 2009

Jugendhilfeausschuss beschließt

Betriebskostenzuschuss für u3-Betreuung

Kreis Unna. (PK) Der bedarfsgerechte Ausbau der Betreuung Unter-Dreijähriger (u3) in Bönen, Fröndenberg und Holzwickede geht weiter voran. Der Jugendhilfeausschuss beschloss in seiner Sitzung am Montag (12. Januar) unter Vorsitz von Ursula Sopora (CDU) eine freiwillige Betriebskostenbezuschussung für neue u3-Gruppen kirchlicher Träger.

Bereits im Oktober hatte der Jugendhilfeausschuss den bedarfsgerechten Ausbau der u3-Betreuung in zwei Stufen bis 2013 beschlossen. Für die erste Ausbaustufe, in der bis 2010 eine Betreuungsquote von 25% an u3-Betreuungsplätzen angestrebt wird, werden der Ev. Kindergarten „Martin Niemöller“ und der DRK-Kindergarten „Puzzlekiste“, beide in Bönen, der Kreiskindergarten „Villa Kunterbunt“ und der Kath. Kindergarten St. Josef, beide in Fröndenberg sowie der Ev. Kindergarten „Löwenzahn“ in Holzwickede um jeweils eine Gruppe baulich erweitert.

Die Träger seien bereit, den 10%igen Eigenanteil an den Investitionskosten zu tragen, erläuterte der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Familie und Jugend, Dietmar Bergmann. Die kirchlichen Träger hätten jedoch nachvollziehbar deutlich gemacht, dass sie aufgrund ihrer Finanzsituation den Trägeranteil an den Betriebskosten nicht bereitstellen könnten. Diese Kosten in Höhe von jährlich bis zu 15.000 Euro pro Gruppe wird nach dem einstimmigen Votum des Ausschusses nunmehr der Kreis Unna übernehmen.

Trotzdem werden in Bönen, Fröndenberg und Holzwickede im kommenden Kindergartenjahr 2009/2010 Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige fehlen, machte Fachbereichsleiter Friedrich-Wilhelm Rebbe deutlich. „Nach einer aktuellen Bedarfsabfrage kurz vor Weihnachten hätten wir einen Bedarf von 269 Plätzen in unserem Zuständigkeitsbereich. Aktuell können wir 115 Plätze anbieten; 31 weitere hat das Landesjugendamt bislang für das kommende Kindergartenjahr bewilligt. Wir haben unseren höheren Bedarf angemeldet und hoffen auf die Genehmigung weiterer Plätze durch das Land. Hier bleiben wir am Ball“, versprach Rebbe.

Ursula Sopora (CDU) zeigte sich zufrieden: „Die Verwaltung hat innerhalb kürzester Zeit unter schwierigen Bedingungen gute Voraussetzen für die u3-Betreuung in Bönen, Fröndenberg und Holzwickede geschaffen“, lobte sie. Auch Ursula Lindstedt (SPD) wertete die Übernahme der Betriebskosten für die kirchlichen Träger als „richtigen Schritt auf dem richtigen Weg“. Barbara Streich (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte der Übernahme der Betriebskosten ebenfalls zu, kritisierte aber den bestehenden Mangel an u3-Plätzen und forderte in diesem Punkt nachdrücklich mehr Initiative seitens der Landesregierung.


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