Pressemitteilung vom28. Januar 2009
Kommt ein Bürgerladen nach Altenstädt

Naumburg. Die Sicherung der Grundversorgung in den Stadt- und Ortsteilen im ländlichen Raum im Landkreis Kassel ist eine der Schwerpunkte der Dorf- und Regionalentwicklung in der Nordspitze Hessens. „Altenstädt hat 450 Haushalte und im Bereich der Lebensmittelversorgung nur noch einen Metzger, der neben eigenen Produkten Backwaren verkauft“, informiert Landrat Dr. Udo Schlitzberger bei einem Besuch des Naumburger Stadtteils. Eine Möglichkeit, der Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs „wieder auf die Sprünge“ zu helfen, sei die Einrichtung eines Bürgerladens.

Für die Bürger Altenstädts ist die Frage, ob ein Bürgerladen in ihren Stadtteil kommt, bereits beantwortet. Eine aus Bürgern und Mitgliedern des Ortsbeirats bestehende Projektgruppe hatte im Frühjahr 2008 eine haushaltsabdeckende Umfrage durchgeführt, bei der sich 77 Prozent der 257 teilnehmenden Haushalte für einen Bürgerladen ausgesprochen hatten. „Als Ideen für den Bürgerladen wurden eine Lotto-Annahmestelle, Schreib- und Haushaltswaren, Bio-Produkte und Produkte aus der Region sowie ein Bürgercafè genannt“, berichtet der Altenstädter Ortsvorsteher Bernd Ritter.

Unterstützung erhalten die Altenstädter Initiatoren von der Naumburger Stadtverordnetenversammlung. „Der Magistrat wurde beauftragt, die Altenstädter Projektgruppe zu unterstützen und mit der Beauftragung einer Machbarkeitsstudie erfüllen wir jetzt diesen Auftrag“, berichtet Bürgermeister Stefan Hable.

 

„Die Erfahrungen mit bestehenden Bürgerläden im Kreis zeigt, dass die Einrichtung nur Sinn macht, wenn der Laden zumindest mittelfristig überlebensfähig ist und auf der anderen Seite die vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten nicht verdrängt,“ so der Landrat weiter.

Dies soll im Rahmen der vom Büro akp aus Kassel betreuten Studie geprüft werden. Das rund 5.800 Euro teure „Realisierungsgutachten“, das je zur Hälfte aus Fördermitteln des LEADER-Programms und aus Eigenmitteln der Stadt finanziert wird,  untersucht, welche Rahmenbedingungen für die Realisierung des Projektes erfüllt sein müssen und welche konkreten Schritte als nächstes anstehen. Dr. Schlitzberger: „Die Prüfung reicht von der Auswahl des Standorts über die Frage des Warenangebotes und der möglichen besonderen Einbindung regionaler Produkte bis hin zur Trägerschaft des Bürgerladens.“ Das Ergebnis der Studie soll im Sommer 2009 vorliegen.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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