Niestetal. Wie geplant konnte das offizielle Ende der Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal mit der offiziellen Übergabe der sanierten Schule gefeiert werden. „Mein Dank gilt der Schulgemeinde, die die mit vielen Belastungen verbundenen Bauarbeiten mit Geduld und Nervenstärke bewältigt hat sowie den Planern und beteiligten Firmen dafür, dass die nicht einfache Komplettmodernisierung so punktgenau abgeschlossen werden konnte“, betont Vizelandrat Uwe Schmidt in seinem Grußwort bei der Einweihungsfeier. Schmidt erinnert in der Folge daran, dass die Sanierung der Wilhelm-Leuschner-Schule Niestetal zu einer Zeit in Angriff genommen wurden, wo staatliche Konjunkturprogramme für Schulen und Bildung „vollkommen aus der Mode waren“. Schmidt: „Die Entscheidung der Kreisgremien, dieses große Schulmodernisierungsprogramm in Angriff zu nehmen, war richtig und es ist beispielhaft für das was jetzt in Wiesbaden und Berlin beschlossen wurde“. Die Niestetaler Gesamtschule gehört zum ersten Paket des Sanierungs- und Modernisierungsprogramms im Landkreis Kassel, das am 16. Dezember 2005 im Kreistag beschlossen wurde.
Nach rund 14 Monaten intensiver Bauzeit und weit reichenden baulichen Veränderungen seien die Lern- und Lehrbedingungen für die Gesamtschule umfassend verbessert worden, so Schmidt weiter. „Bereits von außen sichtbar wurde das äußere Erscheinungsbild der Schule deutlich aufgewertet - diese qualitative Aufwertung setzt sich nahtlos in der Schule fort“, stellt der Schuldezernent fest.
Schmidt dankt den am Bau beteiligten Firmen, den verantwortlichen Architekten Stefan Stiegel und seinem Team vom Architekturbüro RSE Kassel sowie der für die Baubetreuung zuständige „Mann- und Frauschaft“ der Gesellschaft für Projektmanagement Hessen-Thüringen (GHT) dafür, dass der Bauzeitenplan so gut eingehalten worden sei.
Die Sanierung der Niestetaler Gesamtschule gehört zu den mittelgroßen Sanierungsvorhaben im 225 Millionen-Euro-Schulbauinvestitionsprogramm im Kreis. „Hier wurden 9,9 Millionen Euro investiert“, informiert der Vizelandrat. Die Baumaßnahme umfasste alle Bereiche der Schule. „Die Fassaden wurden erneuert, Heizungs- und Sanitäranlagen, die gesamte Elektrik und die Brandschutzvorrichtungen sind jetzt auf dem neusten Stand“, erläutert Schmidt den Umfang der Sanierungsmaßnahmen. Außerdem standen eine Betonsanierung und die umfassende Modernisierung des Gebäudewärmeschutzes auf dem Programm. Schmidt: „Ein besonderer Modernisierungsschwerpunkt waren die labortechnischen Anlagen und der hauswirtschaftliche Bereich mit der Lehrküche“.
Die Baumaßnahme begann im November 2007 und konnte zum Ende der Winterferien 2008/2009 abgeschlossen werden.
Die Sanierung in Niestetal erfolgt im Rahmen des vom Kreistag beschlossenen Modells einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP). „Wir haben uns entschieden, ein Investitionsprogramm in der Größenordnung von rund 225 Millionen Euro in Form einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft abzuwickeln,“ unterstreicht der Vizelandrat. Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) bedeutet, dass der Kreis zusammen mit einem privaten Partner eine Projektgesellschaft gründet, die dann die Baumaßnahmen durchführt. Schmidt: „Der Kreis ist dabei zunächst Juniorpartner, da 94 Prozent der Projektgesellschaft von der OFB-Gruppe getragen werden.“ Vertragspartner des Kreises ist die OFB Projektentwicklung GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen. In Nordhessen ist die OFB-Gruppe bereits seit längerem mit ihrer Tochtergesellschaft GHT – Gesellschaft für Projektmanagement Hessen-Thüringen mbH vertreten.
„Für den Kreis hat das gewählte Modell den Vorteil, dass die notwendigen Sanierungsmaßnahmen schnell, effizient und kostengünstig umgesetzt werden können“, so Schmidt weiter. Positive Auswirkungen habe dieses umfangreiche Sanierungsprogramm auch für die heimische Bauwirtschaft und das Handwerk in der Region.
Im Vertrag mit der OFB-Gruppe ist festgelegt, dass mindestens 70 Prozent der Aufträge an kleine und mittelständische Firmen aus Nordhessen gehen sollen. Schmidt: „Und diese Vorgabe konnte hier in Niestetal wieder ohne Probleme übersprungen werden“.
Die Sanierung der Wilhelm-Leuschner-Schule wurde in enger Kooperation mit der Schulleitung geplant und durchgeführt. Schmidt: „Eine so große Baustelle ist immer eine Belastung für den Schulbetrieb – zeitweise waren mehr Bauarbeiter als Lehrer an der Schule tätig“. Um die mit dem Bau verbundenen Belastungen für den Schulbetrieb auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, habe man großen Wert darauf gelegt, die einzelnen Bauabschnitte und die notwendigen Umzüge im Detail mit der Schule abzustimmen. „Durch die intensive Kommunikation im Vorfeld und während des Baus sind jedoch in fast allen Fällen einvernehmliche Lösungen gefunden worden“, begrüßt Schmidt den zusammen mit dem Architekturbüro RSE gewählten Planungsansatz.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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