
Beim Termin in der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen hatte Landrat Makiolla für Schulleiterin Ursula Landskorn eine gute Nachricht im Gepäck: Zurzeit werde geprüft, verschiedene Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Schulen aus der kürzlich im Kreistag verabschiedeten Klimaschutzoffensive vorzuziehen und damit die aus dem Konjunkturpaket II erwarteten Mittel einzusetzen.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,4 Millionen Euro ist die energetische Sanierung der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule eine der kleineren Maßnahmen des Schulinvestitionsprogrammes „Schulen mit Zukunft“. Das Paket umfasst die Sanierung von 13 Gebäuden an neun Schulen des Kreises mit einem Gesamtvolumen von bis zu 28 Millionen Euro. „Wir planen, verschiedene Maßnahmen zeitlich vorzuziehen. Dazu zählt auch die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule“, erklärte Kreisdezernent Dr. Timpe.
Landrat Michael Makiolla nutzte den Besuch in Bergkamen, um noch einmal die Bedeutung des Klimaschutzes für den Kreis Unna zu betonen. Im Mittelpunkt der Bemühungen stehe die energetische Sanierung der Schulgebäude. „Hier verbinden sich Ökonomie und Ökologie in äußerst sinnvoller Weise“, sagte der Landrat mit Blick auf das Einsparpotenzial bei den Energiekosten einerseits und die Wertschöpfungs-Chance für Unternehmen aus der Region andererseits.
Bereits im vergangenen Jahr hat der Kreis mit lokalen Partnern an vier Schulen Fotovoltaik-Anlagen zur Gewinnung von Sonnenenergie installiert. Eine solche wurde auch an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Betrieb genommen. Die Anlage erzeugt etwa 24.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und deckt damit rund zehn Prozent des Energieverbrauches der Schule ab. Schulleiterin Ursula Landskron und das Kollegium nutzen die Anlage auch, um in der Schülerschaft das Bewusstsein für die Klimaproblematik zu schärfen.
Weitere Bausteine des Kreisklimakonzeptes sind etwa die Umstellung des kreiseigenen Fuhrparks auf emissionsarme Fahrzeuge, die seit 2005 laufende Thermografieaktion zum Aufspüren von Wärme-Lecks in Gebäuden oder die gemeinsame Beratungsinitiative mit der Kreishandwerkerschaft zur energetischen Altbausanierung. „Unser Engagement setzt sich aus vielen Beiträgen zusammen. Es ist besonders wichtig, dass die Klima-Offensive auf einer breiten Beteiligung fußt“, so Landrat Makiolla. Auch vor diesem Hintergrund ist die Klimakonferenz des Kreises am 2. April zu sehen. In der Rohrmeisterei in Schwerte werden dann u.a. erfolgreiche lokale Projekte unter Einbeziehung der örtlichen Partner vorgestellt.
Bildzeile: Mit Photovoltaik bereits auf dem richtigen Weg zu mehr Klimaschutz: Landrat Makiolla und Schulleiterin Landskron. Foto: Kreis Unna
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