| Pressemitteilung vom11. Februar 2009 |
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Schwerpunkt an Grundschulen - Kreisausschuss beschließt Liste der Anmeldungen für Hessisches Sonderinvestitionsprogramm Kreis Kassel. „Der Schwerpunkt der Anmeldungen für das Hessische Sonderinvestitionsprogramm Schul- und Hochschulbau liegt im Kreis Kassel eindeutig bei den Grundschulen“, betont Landrat Dr. Udo Schlitzberger bei der Vorstellung der im Kreisausschuss beschlossenen Liste der schulischen Sanierungsvorhaben im Landkreis Kassel. Da durch das umfangreiche Schulinvestitionsprogramm in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP) die großen Schulzentren im Kreis bereits modernisiert sind beziehungsweise gerade saniert werden, eröffne das Landesprogramm die Möglichkeit, den Schwerpunkt im Grundschulbereich zu setzen. Dr. Schlitzberger: „Ausschlaggebend für die Anmeldungen sind die Sanierungsbedarfe – außerdem streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Sanierungsmaßnahmen im Kreisgebiet an“. Die vom Kreisausschuss beschlossene Maßnahmeliste umfasst 26 Grundschulen mit einem Investitionsvolumen von 13,3 Millionen Euro. Hinzu kommen zwei Förderschulen, das Schulzentrum des Kreises in Kassel-Oberzwehren, die Herderschule (das Oberstufengymnasium des Kreises in Kassel), zwei Gesamtschulen und 22 Schulsporthallen. Insgesamt meldet der Kreisausschuss einen Investitionsbedarf in Höhe von rund 55 Millionen Euro nach Wiesbaden. „Das Finanzministerium hat uns mitgeteilt, dass wir 31,7 Millionen Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes erwarten können“, teilt der Landrat mit. Landesweit sollen noch 200 Millionen Euro für Sonderbedarfe der Flächenkreise verteilt werden. Hier sei, so Dr. Schlitzberger weiter, noch keine Einigung über die Verteilung auf die Schulträger erzielt worden – der Kreis gehe allerdings von weiteren Mitteln zwischen drei und fünf Millionen Euro aus diesem „Sondertopf“ aus. Außerdem stehe noch nicht fest, ob und in welchem Umfang die hessischen Landkreise von den 718,7 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsgesetz des Bundes, die auf das Land Hessen entfallen, profitieren können. Dr. Schlitzberger: „Mit der gemeldeten Liste können wir flexibel und schnell auf zusätzliche Mittel reagieren“. Die größte Einzelposition auf der Anmeldeliste ist die Integrierte Gesamtschule in Kaufungen mit 13,5 Millionen Euro. „Wir haben Hinweise aus dem Regierungspräsidium erhalten, dass eine mindestens teilweise Finanzierung des schadstoffbedingten Ersatzneubaus sowie der Sanierung des Technikgebäudes und des Abrisses des Allgemeinen Unterrichtsgebäudes aus dem Sonderprogramm erfolgen kann“, erläutert der Landrat. Die Liste der Schul-Sporthallen umfasse ein Investitionsvolumen von 15,2 Millionen Euro. Dr. Schlitzberger: „Wir sind uns bewusst, dass gerade in diesem Bereich nicht alles umgesetzt werden kann – wir wollen uns aber auch nicht vorwerfen lassen, Chancen auf Mittel vom Land nicht zu nutzen“. Welche Investition aus der Maßnahmeliste getätigt werden kann, hänge von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab, informiert Dr. Schlitzberger. Da hier noch keine abschließende Klarheit besteht, werde die Kreisverwaltung dafür sorgen, dass alle angemeldeten Vorhaben bei entsprechendem Mittelzufluss auch realisiert werden können. „Bei der Größenordnung und der geforderten schnellen Realisierung sind klare Vorgaben der Hessischen Landesregierung allerdings dringend erforderlich“, fordert der Landrat. Er appelliert in diesem Zusammenhang an die Hessische Landesregierung, die Bundesmittel zusätzlich zum Landesprogramm an die kommunale Ebene weiterzugeben und nicht zur Gegenfinanzierung des Landesprogramms zu nutzen. „Da die Kommunen in Hessen bereits über die Zinszahlungen direkt zur Finanzierung des Hessischen Investitionsprogramms beitragen, wäre dies eine Schlechterstellung der hessischen Städte, Gemeinden und Landkreise gegenüber anderen Bundesländern“, weist Dr. Schlitzberger auf eine mögliche Ungleichbehandlung hin. Leider sehe der Entwurf des Gesetzes zum Sonderprogramm, das am 18. Februar im Hessischen Landtag beraten werden soll, vor, dass die Mittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes für Maßnahmen an Schulen das Landesprogramm reduzieren. Dr. Schlitzberger äußert Verständnis für die Sorgen des heimischen Handwerks, dass die positiven Impulse der zusätzlichen öffentlichen Investitionen an den Handwerksbetrieben der Region vorbei gehen können. Beim Kreis renne die Kreishandwerkerschaft allerdings „offene Türen ein“. „Das ÖPP-Schulmodernisierungsprogramm im Landkreis zeigt, dass auch bei großen Investitionsvorhaben Unternehmen aus der Region mit teilweise bis zu 90 Prozent Anteil an den vergebenen Aufträgen beteiligt werden können“, bezieht sich Dr. Schlitzberger auf die bisherigen guten Erfahrungen und die gute Zusammenarbeit mit dem regionalen Handwerk. Diese Tradition wolle man auch bei den jetzt anstehenden Auftragsvergaben fortsetzen – die von der Bundesregierung angekündigten Erleichterungen im Vergaberecht könnten hier gute Hilfestellungen leisten. „Auch hier ist eine schnelle Umsetzung in Landesrecht dringend erforderlich“, sieht der Landrat die Landesregierung am Zug. Das Instrument der beschränkten Ausschreibung, bei der eine ausgewählte Anzahl von verlässlichen Firmen Angebote für die zu vergebenden Aufträge abgeben können, werde vom Kreis im Rahmen der gesetzlichen Regelungen der Vergabeordnungen „offensiv genutzt und so wird es auch bleiben“. Dr. Schlitzberger weist darauf hin, dass die Schulen, die nicht auf der Maßnahmeliste stehen, keine Befürchtungen haben müssten, dass bei ihnen notwendigen Investitionen nicht erfolgen werden. Neben dem Sonderprogramm des Landes stehen im Kreishaushalt sechs Millionen Euro für Baumaßnahmen an Schulen zur Verfügung – mit einer Summe in ähnlicher Höhe sei auch im nächsten Jahr zu rechnen. „Die Schulpolitik im Landkreis Kassel steht dafür, dass alle Schulen so ausgestattet werden, dass Spaß am Lernen und gute Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler ermöglicht werden“, so der Landrat abschließend. Hintergrund: Schwerpunkte von Schulbaumaßnahmen im Landkreis Kassel sind: Hessencampus Hofgeismar (Albert-Schweitzer-Schule/Herwig-Blankertz-Schule) 32 Mio. Euro ÖPP Schadstoffbedingter Neubau, Sanierung und Teilabriss der IGS Kaufungen 23 Mio. Euro SP/ÖPP Neubau der Herwig-Blankertz-Schule Wolfhagen 17,3 Mio. Euro ÖPP Marie-Durand-Schule/Sieburgschule Bad Karlshafen 14,5 Mio. Euro ÖPP Gustav-Heinemann-Schule Hofgeismar 13,5 Mio. Euro ÖPP Söhreschule Lohfelden 10,9 Mio. Euro ÖPP Freiherr-vom-Stein-Schule/Lilli-Jahn-Schule Immenhausen 8,3 Mio. Euro ÖPP Schulzentrum Kassel-Oberzwehren 7 Mio. Euro SP/KH Baunsbergschule Baunatal 2,7 Mio. Euro SP/KH Herderschule Kassel 2,4 Mio. Euro SP/KH Langenbergschule Baunatal 2 Mio. Euro SP Grundschule Fuldatal-Simmershausen 2 Mio. Euro SP Grundschule Lohfelden-Vollmarshausen 2 Mio. Euro SP Grundschule Wahlsburg 2 Mio. Euro SP Grundschule Diemelaue Trendelburg 750.000 Euro SP Friedrich-Ebert-Schule Baunatal 750.000 Euro KH Helfensteinschule Ahnatal-Weimar 600.000 Euro SP Hermann-Schafft-Schule Fuldabrück-Dennhausen 500.000 Euro SP Grundschule Vellmar-Obervellmar 400.000 Euro KH Eschenwaldschule Helsa-Eschenstruth 350.000 Euro SP Wilhelm-Filchner-Grundschule Wolfhagen 350.000 Euro SP Elbetalschule Naumburg 300.000 Euro SP Elisabeth-Selbert-Schule Zierenberg 300.000 Euro SP Grundschule Bad Emstal-Balhorn 280.000 Euro KH Lucas-Lossius-Schule Reinhardshagen 250.000 Euro SP Erpetalschule Wolfhagen-Wenigenhasungen 250.000 Euro SP Regenbogenschule Lohfelden 250.000 Euro SP Wilhelmsthalschule Calden 250.000 Euro SP Wilhelm-Filchner-Förderschule Wolfhagen 250.000 Euro SP Diemeltalschule Liebenau 200.000 Euro SP Ernst-Abbe-Schule Kaufungen-Oberkaufungen 200.000 Euro SP Würfelturmschule Hofgeismar 200.000 Euro SP Grundschule Vellmar-Niedervellmar 200.000 Euro SP Johann-Krause-Schule Schauenburg-Breitenbach 150.000 Euro SP Grundschule Habichtswald-Dörnberg 100.000 Euro SP Schule am Lindenplatz Fuldabrück-Bergshausen 100.000 Euro SP Brüder-Grimm-Schule Baunatal-Rengershausen 100.000 Euro SP Grundschule Söhrewald-Wellerode 50.000 Euro SP Schäferlandschule Helsa 50.000 Euro SP Braunsbergschule Breuna 50.000 Euro SP Grundschule Oberweser-Gieselwerder 50.000 Euro SP Schul-Sporthallen Schulzentrum Oberzwehren 1,5 Mio. Euro SP Grundschule Wahlsburg 1 Mio. Euro SP Grundschule Diemelaue Trendelburg 1 Mio. Euro SP Grundschule Oberweser-Gieselwerder 1 Mio. Euro SP Diemeltalschule Liebenau 1 Mio. Euro SP Lucas-Lossius-Schule Reinhardshagen 700.000 Euro SP Regenbogenschule Lohfelden 700.000 Euro SP Grundschule Vellmar-Obervellmar 700.000 Euro SP Friedrich-Ebert-Schule Baunatal 700.000 Euro SP Herderschule Kassel 700.000 Euro SP Gustav-Heinemann-Schule 600.000 Euro KH Johann-Krause-Schule Schauenburg-Breitenbach 600.000 Euro SP Helfensteinschule Ahnatal-Weimar 600.000 Euro SP Elbetalschule Naumburg 600.000 Euro SP Schäferlandschule Helsa 600.000 Euro SP Eschenwaldschule Helsa-Eschenstruth 600.000 Euro SP Erpetalschule Wolfhagen-Wenigenhasungen 600.000 Euro SP Braunsbergschule Breuna 600.000 Euro SP Hermann-Schafft-Schule Fuldabrück-Dennhausen 600.000 Euro SP Grundschule Kaufungen-Niederkaufungen 600.000 Euro SP Grundschule Vellmar-Niedervellmar 400.000 Euro SP Grundschule zur Friedenseiche Hofgeismar-Hombressen 300.000 Euro SP Wiesenbergschule Hofgeismar-Hümme 100.000 Euro SP Legende: SP = Hessisches Sonderprogramm KH = Kreishaushalt 2009 ÖPP = Öffentlich-Private-Partnerschaft Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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