Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 25. Februar 2009

"Schaufenster der Archäologie" im IBA-Shop

Ab 4. März Ausstellung in der Regierungsstraße

"Leben an und mit der Elbe" heißt das Leitthema, mit dem sich die Landeshauptstadt Magdeburg an der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 (IBA) beteiligt. Als Vorbereitung auf das IBA-Jahr 2010 werden im Magdeburger IBA-Shop in der Regierungsstraße ab 4. März in loser Folge mehrere Ausstellungen gezeigt. Den Auftakt bildet die Ausstellung "Schaufenster der Archäologie".

 

Bis zum 16. April dieses Jahres bekommen die Besucher interessante Einblicke in das Leben Magdeburgs im Mittelalter. Die Exposition, die ein bedeutender Beitrag zum Stadtjubiläum "Magdeburg 12hundert" war, gliedert sich in drei Teile. Das Hauptthema bilden die archäologische Forschung bis zum Jahr 2005 und ihre Methoden am Beispiel der südlichen Altstadt und des Domplatzes. Außerdem zeigt die Ausstellung den Zusammenhang zwischen Archäologie und Denkmalpflege bzw. Stadtsanierung sowie – im dritten Teil – archäologische Erkenntnisse über das mittelalterliche Magdeburg. Dabei werden auch die Arbeitsmethoden von Archäologen, Restauratoren und Historikern vorgestellt.

 

Im Anschluss, vom 19. April bis 26. April 2009, ist der IBA-Shop für eine Woche Gastgeber eines völlig anderen Ausstellungsthemas. Der Verein "Kante e. V." zeigt Fotos und Texte über das Leben und die Arbeit im Psycho-Neurologischen Internat Nr. 3 im russischen Peterhof bei St. Petersburg. Unter dem Titel "Hinter dem Palast steht noch ein Haus" wird das Leben von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen vorgestellt, die in einfachen Verhältnisse in einem desolaten Haus unweit eines prachtvollen Schlosses leben.

 

Beide Ausstellungen können während der Öffnungszeiten des IBA-Shops besucht werden. Diese sind montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

 

Hintergrundinformationen

Die Landeshauptstadt orientiert ihren Beitrag zur IBA 2010 am Leitbild "Leben an und mit der Elbe", denn der Fluss prägt maßgeblich die Identität des Stadtbildes. Aber Stadt- und Fluss­landschaft waren im Prozess des stetigen gesellschaft­lichen Wandels nachhaltigen Veränderungen unterwor­fen. Deshalb sollen die Elbe und ihre naturnahen Auen noch stärker als bislang in die Stadtlandschaft einbezogen werden.

 

Ziele der Magdeburger IBA-Beteiligung sind unter anderem die attraktive Gestaltung von Zugängen zur Elbe und Wegen entlang des Ufers, die Aufwertung der an die Elbe grenzenden  Stadtgebiete, die Suche nach Nutzungen für Brachflächen, die Stärkung der städtischen Identität und die Schärfung des Profils als innovative Wissenschaftsstadt.

 

An drei IBA-Schauplätzen entlang der Elbe werden exemplarisch neue Wege der Stadtentwicklung aufgezeigt:

 

1.      "Mehr Stadt – weniger Landschaft": Der ehemalige Handelshafen wird unter diesem Thema zu einem "Wissenschaftshafen" umgebaut. Er ist bereits heute ein schönes Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung am Fluss. Die Landeshauptstadt entwickelt hier ein lebendiges Stadtquartier mit Flächen für Dienstleistungen, Freizeit und Tourismus. Die "Denkfabrik" und weitere wissenschaftliche Einrichtungen qualifizieren den Wissenschaftshafen zu einem Zentrum für Innovation und Wissenstransfer.

 

2.      "Historisches Erbe am Fluss": Zweiter IBA-Schauplatz ist die Altstadt bis hin zum Elbbahnhof. Hier wird zum Beispiel mit der baulichen Entwicklung bisheriger Bahngrundstücke in unmittelbarer Nähe zum Fluss und zum südlichen Stadtzentrum eine neue Phase der Stadtentwicklung entlang der Elbe angestoßen. Ein Teil des Bereiches rund um die Elbe hat bereits wesentlich an Attraktivität gewonnen: die Elbuferpromenade wurde in vielen Bereichen verschönert, der Petriförder mit seinen Schiffsanlegestellen sowie die Lukasklause erstrahlen in neuem Glanz und die neue Brücke über das Schleinufer verbindet die touristisch attraktiven Bereiche des Domplatzes und des Fürstenwalls direkt mit einer begehbaren Ufermauer am Fluss.

 

3.      "Weniger Stadt, mehr Landschaft": Unter diesem Thema sollen die im Südosten gelegenen Stadtteile aufgewertet werden. Hier geht es um die zukünftige Gestaltung großer ehemaliger Industrieareale. Ziel ist die Verlagerung von Gewerbestandorten – weg von der Elbe, hinein in den Bereich zwischen Hauptstraße und Trassen der Deutschen Bahn. Durch diese Verlagerung könnten neu gewonnene Landschafts-, Freizeit- und Wohnbereiche an der Elbe entstehen. Die Siedlungsstrukturen zwischen der Elbe und der Bahnlinie sollen entflochten, die Ortskerne gestärkt und ihr Bezug zur Elbe in den Mittelpunkt dieses IBA-Schauplatzes gerückt werden. Um diesen Prozess erfolgreich zu führen, hat die Stadtverwaltung Strategien für ein Flächenmanagement entwickelt.




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Stadt Magdeburg
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