Kreis Unna - Presse und Kommunikation

06. März 2009

Grandioser Auftakt der Toulouse-Lautrec Ausstellung

Fast 1400 Besucher kamen zur Eröffnung

Kreis Unna. (PK) Die Ausstellung „Henri de Toulouse-Lautrec und die Stars vom Montmarte“, die der Kreis Unna in Kooperation mit der Ernst Barlach Museumsgesellschaft auf Schloss Cappenberg in Selm zeigt, hat schon zur Eröffnung alle Erwartungen übertroffen. „Mit fast 1400 Besuchern am ersten Tag wurde ein neuer Rekord in diesem Haus aufgestellt“, so der Ausstellungsmacher Thomas Hengstenberg. Auch Landrat Michael Makiolla und Kreisdirektor/Kulturdezernent Rainer Stratmann waren sichtlich vom erfolgreichen Start der Ausstellung beeindruckt.

Henri de Toulouse-Lautrec (1864 – 1901) zählt mit seinem Œuvre zu den bedeutendsten Chronisten der „Belle Époque“. Der aus dem französischen Hochadel stammende Toulouse-Lautrec steht mit seinem Werk zwischen der künstlerischen Avantgarde und der angewandten Kunst von der Speisekarte bis zum Plakat. Seine von japanischen Holzschnitten inspirierten Farblithografien mit starken Kontrasten wie auch der Verbindung von Schrift und Bild gelten als Wegbereiter der modernen Plakatkunst. Ursprünglich in den Techniken der Malerei, des Aquarells und der Zeichnung arbeitend, fand der Künstler 1891 zum Plakat. Der seit einem Unfall kleinwüchsige Toulouse-Lautrec verbrachte seine Zeit vorwiegend in den Cafés, Cabarets, Bars und Bordellen rund um den Montmartre und schilderte diese Umgebung ohne Überheblichkeit oder falsches Mitleid. Mit seinen ungeschminkten Szenen des mondänen Pariser Nachtlebens prägte er ganz entschieden das Bild einer legendären Zeit, der so genannten „Belle Epoque“. Toulouse-Lautrec war ein großer Darsteller des einfachen Menschen. Mit unbestechlicher Genauigkeit zeigte er ihn nicht in einer anonymen Gruppe, sondern als Persönlichkeit, als Individuum, dem er sich verbunden fühlte. Mit scharfem Auge erfasste er die Schönheit und Hässlichkeit, die Fehler und Schwächen des Einzelnen, ohne ihn bloßzustellen. Toulouse-Lautrec selbst nahm intensiv an der Halb- und Scheinwelt des Montmartre teil, um trotz seines Schicksals dem Leben ein Maximum an Intensität, Rausch und Extase abzuringen. Selbstzerstörende Maßlosigkeit, Alkoholismus und Syphilis beschleunigten seinen körperlichen und geistigen Verfall. Im Jahr 1901 verstarb der Künstler im Alter von nur 36 Jahren. Die bis zum 21. Juni gehende Ausstellung zeigt Toulouse-Lautrecs Produktivität und Kreativität neben Werken berühmter Zeitgenossen wie Jules Chéret, Théophile-Alexandre Steinlen oder Pierre Bonnard. Sie alle haben mit Plakaten und grafischen Blättern um die Wiedergabe der Stars vom Montmartre, unter ihnen Jane Avril und Aristide Bruant, gewetteifert

Bildzeile: Ausstellungsmacher Thomas Hengstenberg (li), Landrat Michael Makiolla (Mi) und Kulturdezernent/Kreisdirektor Rainer Stratmann (re) freuen sich über den großen Erfolg der Vernissage. Foto: Kreis Unna


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Hengstenberg/Makiolla/Stratmann auf der Vernissage

Ausstellungsmacher Thomas Hengstenberg (li), Landrat Michael Makiolla (Mi) und Kreisdirektor/Kulturdezernent Rainer Stratmann freuen sich über den großen Erfolg der Vernissage.
Hengstenberg/Makiolla/Stratmann auf der Vernissage


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