Für Mittwoch, 25. März, hatten IHK und WfL zu einer
Informationsveranstaltung rund um das Konjunkturpaket II
und die damit verbundenen Instrumente zur Hilfestellung für
die mittelständischen Unternehmen eingeladen. Über 80 Unternehmer
folgten dieser Einladung. Vielseitige Informationen, kritische
Fragen, Diskussionen und Gespräche im Kreise der
Unternehmer prägten die Veranstaltung
"Die augenblickliche konjunkturelle Schieflage von Firmen
beschränkt sich weder auf eine bestimmte Branche, noch auf
Unternehmen ab einer bestimmten Größe oder Mitarbeiterzahl.
Die derzeitige Situation lässt leider nur Einzelne Betriebe aus.
Für Viele bleibt der Konjunkturhimmel dunkel bis schwarz.
Glücklicherweise sind bisher nur wenige unserer 4.000
Unternehmen am Standort stark betroffen. Aber was heißt schon
stark oder weniger stark betroffen? Was bedeutet die aktuelle
Lage für die Unternehmen im harten Wettkampf des Marktes
tatsächlich? Nur die ein oder andere schlaflose Nacht und
Überlegungen zur Einleitung von präventiven, strategischen
Maßnahmen? Hier geht es um Firmenexistenzen, rote Zahlen,
Auftragsrückgänge, Zahlungsschwierigkeiten und Kurzarbeit.
Aber das, meine Damen und Herren, wissen Sie besser als ich",
merkte WfL-Geschäftsführer Mues in seiner Begrüßung im
Anschluss an das Grußwort von IHK-Leiterin Eva Babatz an.
Angemeldet hatten sich 73 Leverkusener Unternehmer.
Gekommen sind dann aber mehr als 80. Für die Leverkusener IHK
und die Wirtschaftsförderung war es erfreulich zu sehen, dass ihr
gemeinsames Angebot als Ansprechpartner für die lokale
Wirtschaft angenommen wurde. Aber nicht alle Veranstaltungsteilnehmer
hat die schlechte konjunkturelle Lage bereits erreicht.
Viele kamen, um sich über Möglichkeiten zu informieren und mit
anderen Unternehmern zu diskutieren.
Und zur Information und Diskussion regten die vier Referenten
des Abends an. Themen wie die Förderung für Investitionen,
Bürgschaften, Qualifizierung während der Kurzarbeit und die
Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung bzw. juristische
Betrachtung der Kurzarbeit bildeten den Rahmen des
Nachmittages, bevor es zu späterer Stunde bei einem kleinen
Imbiss zu zahlreichen Fach- und Netzwerkgesprächen kam.
Bisher haben in Leverkusen 49 Betriebe für rd. 2.200 Mitarbeiter
Kurzarbeit angemeldet. Tendenz steigend. „Kurzarbeit ist aber in
der augenblicklichen Lage keine Schande mehr. Die großen
machen es ja schließlich auch“, appellierte Rainer
Schwammborn von der Bergisch Gladbacher Agentur für Arbeit.
„Nutzen Sie die Zeit der Kurzarbeit für Ihr Unternehmen und Ihre
Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter der qualifiziert wird, ist ein guter
Mitarbeiter für Sie. Auch für die Zeit nach der Krise. Meine
Message an Sie lautet: Hier liegt Geld, holen Sie es ab“, führte
Schwammborn weiter aus.
Auch die zwei Vorredner, die die finanziellen Aspekte in Sachen Kredite
und Bürgschaften beleuchteten, appellierten an die anwesenden
Unternehmer: „Gehen Sie gestärkt aus der Krise hervor! Das
muss ihr unternehmerisches Ziel sein.“
Andreas Tressin eröffnete als letzter Referent des Abends seinen
Erfahrungsbericht mit den Worten: „ Wir leben in einer Zeit der
Beliebigkeit. König ist der, der einen guten Businessplan hat.“
Zu den Gästen gehörten aber nicht nur Unternehmer. Auch
Vertreter zweier Leverkusener Hausbanken, Wirtschaftsprüfer
und Berater informierten sich.
Die Vorträge der Veranstaltung und die darin enthaltenen
Kontaktdaten können von allen Interessierten auf der Homepage
der Wirtschaftsförderung unter www.wfl-leverkusen.de abgerufen
werden.