Hofgeismar.
Richtfest an der größten Einzelmaßnahme im Rahmen des Schulbauinvestitionsprogramms im Landkreis Kassel: Auf dem gemeinsam von der Albert-Schweitzer- und der Herwig-Blankertz-Schule genutzten Neubau weht weit hin sichtbar der Richtkranz. „Die Arbeiten für das Gebäude, in dem die Naturwissenschaften, die Mensa und die Lehrküchen untergebracht werden, liegen gut im Zeitplan – Grundsteinlegung war am 8. September und Anfang Januar haben die Zimmererarbeiten begonnen“, würdigt Landrat Dr. Udo Schlitzberger den flotten Baufortschritt. Er sei daher auch sehr zuversichtlich, dass die Bauarbeiten für die Phase 1 des Hessencampus pünktlich zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein werden. Neben dem gemeinsamen Neubau für die Albert-Schweitzer- und die Herwig-Blankertz-Schule laufen Bauarbeiten am Neubau für die Berufsfelder Ernährung und Pflege der Herwig-Blankertz-Schule. Deutlich sichtbar sei auch der Fortschritt an der Pausenhalle, so der Landrat weiter. So gut wie abgeschlossen sind die Arbeiten am neuen Werkstattgebäude der Berufsschule.
Besonders zufrieden zeigte sich Dr. Schlitzberger, dass erneut „sehr viele“ Aufträge für die Baumaßnahme in der Region bleiben konnten. „Heizung und Elektronik stammen von Firmen aus Hofgeismar, 14 weitere Gewerke gingen an Unternehmen aus der Stadt oder dem Landkreis Kassel und weitere 12 an Firmen aus Nordhessen“ betont der Landrat. Rechne man die am Bau beteiligten Unternehmen aus Peckelsheim, Warburg und Borgentreich zu den regionalen Firmen hinzu, könne „mit Fug und Recht“ festgestellt werden, dass der Bau des Hessencampus ein bedeutendes Konjunkturprogramm für die Wirtschaftsregion Kassel und Nordhessen darstellt, so Dr. Schlitzberger abschließend.
Hintergrund:
Der Zeitdruck für den Ausbau der Albert-Schweitzer-Schule im Rahmen des Hessencampus Hofgeismar ist enorm, da ab dem Schuljahr 2009/2010 die Schülerzahlen aufgrund der G 8-Klassen stark ansteigen. Schulleiter Hans-Joachim Mayer erwartet bis zum Schuljahr 2011/2012 fast eine Verdopplung der jetzigen Schülerzahl von rund 400. Im ersten Bauabschnitt wird deshalb ein Neubau in Richtung Sporthalle an die bestehenden Gebäude der Schule angebaut. In dem neuen Querbau, der zum Teil schon Ende der Sommerferien 2009 bezugsfertig sein wird, werden die Mensa und naturwissenschaftlichen Fachräume untergebracht. Außerdem umfasst die Baumaßnahme ein weiteres Fachraumgebäude zwischen dem bestehenden Gebäude der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) und der Metallwerkstatt der angrenzenden Herwig-Blankertz-Schule. In diesem Neubau werden die Fachräume für Kunst und Musik sowie die Fachklassen Pflege der Berufsschule untergebracht. Auch an der Herwig-Blankertz-Schule tut sich bis Herbst 2009 baulich einiges. Die alte Metallwerkstatt wird abgerissen und durch ein neues Gebäude mit Werkräumen und Fachklassen ersetzt. Dieser Neubau wird über eine Brücke an das bisherige Technikgebäude der Berufsschule angebunden.
Die Sanierung und Modernisierung erfolgt aus einem Guss, da beide Schulen beabsichtigen, Fachräume, Mensa und Bibliothek gemeinsam zu nutzen. Diese kooperative Nutzung von Räumen entspricht dem Konzept „Zentrum des Lebensbegleitenden Lernens– Hessencampus“, in dem die Ressourcen für Bildungsangebote für Gymnasial- und Berufschüler optimiert gemeinsam genutzt werden.
Der Start mit dem Anbau an der ASS hat auch noch einen weiteren wichtigen Vorteil, da durch die Verlagerung die bisher als Fachräume genutzten Räume als Puffer für die Bauzeit genutzt werden können. So bleibt Schülern und Lehrern ein Containerdorf erspart.
Am Schulstandort Magazinstraße sind noch zwei weitere Bauabschnitte geplant, die bis Herbst 2011 abgeschlossen sein sollen.
Insgesamt plant die vom Landkreis mit dem Bau beauftragte 3. Projektgesellschaft GmbH & Co. Schulen im Landkreis Kassel für beide Schulen Investitionen in Höhe von rund 32 Millionen Euro.
Die Sanierung und Modernisierung der beiden Schulen erfolgt im Rahmen des vom Kreistag beschlossenen Modells einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP). Der Kreis hatte sich 2006 entschieden ein Investitionsprogramm in der Größenordnung von rund 200 Millionen Euro in Form einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft abzuwickeln. Allein in Hofgeismar werden in den nächsten drei Jahren 45,5 Millionen Euro verbaut.
Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) bedeutet, dass ein privater Partner die Baumaßnahmen durchführt. Partner des Kreises ist die OFB-ProjektentwicklungsGmbH, eine 100-%ige Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen. In Nordhessen ist die OFB-Gruppe bereits seit längerem mit ihrer Tochtergesellschaft GHT – Gesellschaft für Projektmanagement Hessen-Thüringen mbH vertreten.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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