Kreis Unna - Presse und Kommunikation

22. April 2009

Wohnberatung

Kreis soll Finanzierung sichern

Kreis Unna. (PK) Der Kreis Unna soll zur Weiterführung und Sicherung der Wohnberatung im Kreis Unna im laufenden Haushaltsjahr einen zusätzlichen Zuschuss von bis zu 18.000 Euro bereitstellen. Einen entsprechenden Empfehlungsbeschluss für den Kreistag, der am 19. Mai darüber endgültig zu entscheiden hat, fasste der Sozialausschuss des Kreises am Dienstag (21. April) einstimmig unter Vorsitz von Jochen Nadolski-Voigt (Bündnis 90/Die Grünen).

Die zusätzliche Förderung wird notwendig, weil sich das Land nach Ablauf der Modellphase zum 31. Mai aus der Finanzierung der Wohnberatungsstellen zurückzieht. Bislang teilten sich das Land NRW, die Pflegekassen und der Kreis Unna die Kosten für die Wohnberatung zu je einem Drittel.

Durchgeführt wird die Wohnberatung im Kreis, die älteren und hilfebedürftigen Menschen hilft, möglichst lange möglichst eigenständig in vertrauter Umgebung zu leben, von der Ökumenischen Zentrale Schwerte (Südkreis), dem Verein „Neues Wohnen im Alter“ aus Kamen und der Verbraucherzentrale NRW für den Nordkreis. Für 2009 hat der Kreis bislang rund 92.000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen.

„Die Wohnberatungsstellen können die wegfallenden Landesmittel nicht aus eigener Kraft kompensieren“, unterstrich Rüdiger Sparbrod, Sozialdezernent des Kreises, in der Ausschusssitzung. Die Verwaltung schlage daher vor, die fehlenden Mittel von rund 18.000 Euro überplanmäßig im Haushalt bereitzustellen, um die Durchführung der Wohnberatung weiter sicherzustellen.

Dabei ließ Sparbrod keinen Zweifel daran, dass die Mittel gut angelegt sind: „Unser Ziel ist es, Heimunterbringungen zu vermeiden und es Menschen zu ermöglichen, lange in ihren Wohnungen zu bleiben. Hier leistet die Wohnberatung kreisweit wichtige Unterstützung. In den letzten beiden Jahren ergaben sich für den Kreis Netto-Einsparungen von geschätzt 2,4 Mio. Euro durch verhinderte Heimunterbringungen, die sich auf die Leistungen der Wohnberatungsstellen zurückführen lassen.“

Ab 2010 entstehen durch den Rückzug des Landes aus der Finanzierung jährliche Mehrkosten von rund 30.000 Euro für den Kreis. Darüber wird der Kreistag im Zuge der Haushaltsplanberatungen und im Zusammenhang mit der Einrichtung von Pflegestützpunkten im Kreis entscheiden.


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