Kreis Kassel.
„Bunt und lebendig“ lautet der Titel einer neuen Broschüre über die kommunale Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche im Landkreis Kassel, bunt und lebendig ist auch die Angebote, die die Jugendarbeiter der Städte und Gemeinen im Kreis Kassel erarbeitet und für Kinder und Jugendliche zu Verfügung stellen. „Die ansprechend gestaltete Broschüre präsentiert das nahezu flächendeckende Netz der kommunalen Jugendarbeit, das seit Jahrzehnten im Landkreis Kassel fest verankert ist“, erläuterte Vizelandrat Uwe Schmidt bei der Vorstellung des Heftes im Kreishaus. Die Palette reiche dabei von Theater- und Videoprojekten über legales Graffiti-Sprayen, Ferienspiele und Ferienfreizeiten, europäische Jugendbegegnungen und Präventionsarbeit vor Ort bis hin zu Hilfestellungen für den Einstieg ins Berufsleben.
Die große Bandbreite der pädagogischen Praxis der Jugendarbeit im Landkreis Kassel sei nicht selbstverständlich – auch wenn sie häufig als Selbstverständlichkeit wahrgenommen wird, so Schmidt weiter. „Wir haben uns angewöhnt, auch und gerade im Bereich der Jugendarbeit Versäumnisse und Fehlentwicklungen mit großem medialen Aufwand präsentiert zu bekommen“, wies der Vizelandrat auf die aktuellen Rahmenbedingungen für kommunale Jugendarbeit hin. Wenn es allerdings über viele Jahre gut und damit „geräuschlos“ läuft, spiele dies in der öffentlichen Wahrnehmung und damit auch für die Kommunalpolitik nicht die Rolle, die es eigentlich haben müsste. Schmidt: „Die neue Broschüre kann hier die Aufmerksamkeit erzeugen, die nötig ist, damit ein gewachsenes Netzwerk auch in Zeiten, in denen in kommunalen Haushalten wieder mehr über das Einsparen als das Ausgeben diskutiert wird, erhalten und abgesichert werden kann“.
Der Landkreis selbst habe die 25 Kommunen im Kreis, in denen kommunale Jugendarbeiter tätig sind, im letzten Jahr mit rund 176.000 Euro unterstützt. In diesen Betrag sei die direkte Beteiligung der Kreisjugendpflege am Angebot des Jugendarbeitnetzwerks im Landkreis noch nicht enthalten. Der Kreistag hatte den anteiligen Kreiszuschuss an den Personalkosten im Dezember 1991 beschlossen. Schmidt: „Die Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung besteht nach wie vor“.
Vizelandrat Schmidt bedankte sich beim Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit der Jugendarbeiter der Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel für die Erarbeitung der ansprechend gestalteten Broschüre und sicherte die weitere Unterstützung der Kreisverwaltung für die Arbeit der kommunalen Jugendarbeit zu.
Die 72 Seiten starke Broschüre ist bei der Kreisjugendpflege, Tel.: 0561/1003-1302 (Sigrid Dörfler) und in allen Jugendzentren im Kreis erhältlich.
Hintergrund:
Kommunale Jugendarbeit gibt es in 25 der 29 kreisangehörigen Kommunen im Landkreis Kassel. Die beteiligten Kommunen geben allein für die Personalkosten der 55 hauptamtlichen kommunalen Jugendarbeiter pro Jahr insgesamt rund 1,5 Millionen Euro aus. Keine kommunalen Jugendarbeiter gibt es in Liebenau, Oberweser, Trendelburg und Wahlsburg.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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