Kreis Unna - Presse und Kommunikation

15. Mai 2009

Bündnis für Familie Kreis Unna

Berufliche Perspektiven für junge Eltern und Alleinerziehende

Kreis Unna. (PK) Über die Möglichkeiten, wie jungen Eltern und Alleinerziehenden im Kreis Unna berufliche Perspektiven geboten werden können, diskutierten am 7. Mai die Mitglieder des Handlungsfeldes „Die Arbeitswelt familienfreundlich gestalten“ im Bündnis für Familie des Kreises Unna. Handlungsfeld-Mitglied und Geschäftsführer des Multikulturellen Forums e.V. Kenan Kücük hatte dazu in die Geschäftsstelle des Multikulturellen Forums nach Lünen eingeladen.

Wolfgang Edelmann und Heike Schütz vom Bildungszentrum Westfalen für Wirtschaft, Handel und Soziales e.V. (BZW) stellten das vor wenigen Wochen gestartete Projekt „TEP – Teilzeitberufsausbildung, Einstieg begleiten und Perspektiven eröffnen“ vor. Das Projekt wird in Kooperation mit verschiedenen Bildungsträgern im Kreis Unna durchgeführt und richtet sich an junge Mütter und Väter, die wegen Elternschaft und Kinderbetreuung eine betriebliche Ausbildung abbrechen mussten oder nicht beginnen konnten. „Mit Hilfe der Vorbereitung auf eine Teilzeitausbildung erhalten sie so die Chance, erfolgreich eine Ausbildung zu absolvieren und eine berufliche Perspektive zu entwickeln“, waren sich Wolfgang Edelmann und Heike Schütz sicher. Die Mitglieder des Handlungsfeldes zeigten großes Interesse am Fortgang des Projektes und boten Unterstützung bei der Umsetzung, z.B. bei der Suche nach geeigneten Betrieben, an.

„Alleinerziehende haben auf dem Arbeitsmarkt mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen und müssen daher besonders unterstützt werden“, so die Erfahrung von ARGE-Geschäftsführer Thomas Neuhaus, unter dessen Moderation die Sitzung stattfand. ARGE-Projektentwicklerin Tina Riedel stellte daher den Projektvorschlag „JobOffensive Alleinerziehende im Kreis Unna“ vor, den die ARGE Kreis Unna im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eingereicht hat. Ziel des Projektes soll es sein, Alleinerziehende im SGB II-Bezug zu aktivieren, in Erwerbstätigkeit zu integrieren und sie sozial und beschäftigungsbezogen zu stabilisieren. Wenn der Zuschlag auf den Kreis Unna fällt, sollen insgesamt 450 Alleinerziehende mit diesem ganzheitlichen und umfassenden Projekt erreicht werden. „Auch die Netzwerkpartnerinnen und –partner im Bündnis für Familie möchten wir einbinden, um die Kooperationen zu vertiefen und einen Transfer des Projektes zu ermöglichen“, so Tina Riedel. Die Mitglieder des Handlungsfeldes waren sich einig, auch dieses Projekt zu unterstützen, um für mehr Familienfreundlichkeit im Kreis Unna zu sorgen.


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