Kreis Unna - Presse und Kommunikation

19. Mai 2009

Reformen in der Pflegeversicherung greifen

Tagespflege besser finanzierbar

Kreis Unna. (PK) Die Reform der Pflegeversicherung ist am 1. Juli 2008 in Kraft getreten. Seitdem sind die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen spürbar verbessert worden, sodass es vielen jetzt möglich geworden ist, mehr Hilfsangebote zu nutzen als zuvor. Dies bestätigt auch Hans Zakel, Leiter der Sozialplanungsstelle beim Kreis Unna.

Um die Pflege zuhause zu fördern und zu unterstützen, hat der Gesetzgeber u. a. die Bedingungen für die Tagespflege verbessert. So erfahren die pflegenden Angehörigen eine Anerkennung ihrer meist aufopferungsvollen Tätigkeit, indem sie zum Pflegegeld noch weitere 50 Prozent der Pflegesachleistung zusätzlich nutzen können. Das heißt, dass der höchstmögliche Gesamtanspruch für die häusliche Pflege und die Tagespflege auf das 1,5-fache des bisherigen Betrages gestiegen ist.

Des Weiteren stehen zur Unterstützung jetzt auch zusätzliche Geldleistungen für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) zur Verfügung, wenn ein erheblicher Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf besteht – selbst dann, wenn keine Pflegestufe festgestellt ist. Der Betreuungsbedarf wird differenziert nach Grundbetrag bei niedrigem Betreuungsbedarf (monatlich bis zu 100 Euro) und erhöhtem Betreuungsbedarf (monatlich bis zu 200 Euro).

Angehörige haben durch diese Leistungen so jetzt die Möglichkeit, die Tagespflege weitergehend zu nutzen, eine Betreuungspause einzulegen und den zu Pflegenden trotzdem in guter Obhut zu wissen. Betroffene und ihre Angehörigen erfahren so ein Stück mehr Lebensqualität. „Tagespflegen helfen mit, dass hilfs- und pflegebedürftige Personen solange wie möglich zuhause wohnen können und Heimunterbringungen vermieden oder hinausgezögert werden können«, so Hans Zakel.

Weitere Information gibt es in allen Tagespflegen (www.kreis-unna.de - Kreishaus - Arbeit und Soziales - Altenarbeit), bei Andrea Weiß (Sprecherin AG Tagespflegen Kreis Unna) im Haus Gadum unter Tel. 02303/777402 und bei der Pflegeberatung für den Kreis Unna unter Tel. 02307/910-7669.


Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Susanne Kronenberg, Fon 02303 27-1113, E-Mail susanne.kronenberg@kreis-unna.de


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