25. Mai 2009. Gerade in dieser Jahreszeit geben manche Menschen Jungtiere, die sie scheinbar hilflos in der Natur gefunden haben, bei Tierschutzvereinen oder beim Naturschutzamt ab. Andere nehmen den Tiernachwuchs an sich und versorgen ihn selbst. "Das ist zwar gut gemeint, aber meistens nicht nötig, oft sogar schädlich", heißt es in einer Mitteilung der Naturschutzbehörde beim Landkreis Leer.
Es sei völlig natürlich, dass Elterntiere nicht ständig in der Nähe ihres Nachwuchses seien, weil sie gerade Nahrung suchten oder auch mit ihrem Nachwuchs "übten", selbständig zu werden. Am besten sei es meistens, solche Situationen nicht zu stören, auch wenn Verluste bei der Aufzucht natürlicherweise nicht auszuschließen seien.
Nach den Bestimmungen des Naturschutzes ist es zwar erlaubt, sich um kranke, verletzte oder hilfslose wild lebende Tiere zu kümmern, die Betreuung stellt aber hohe Anforderungen an den Betreuer. Wenn jagdbare Tierarten betroffen sind, sollte in jedem Fall der zuständige Jäger informiert werden, empfiehlt die Naturschutzbehörde.
Beim Amt für Naturschutz der Kreisverwaltung in Leer kann auch ein Informationsblatt angefordert werden, das auch im Internet zur Verfügung steht (www.landkreis-leer.de, Rubrik "Bauen und Umwelt").
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer
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