
Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Schiebold versicherte erfreut, dass mit dem Geld die weitere Fortentwicklung und Ausweitung der erfolgreichen Klimaschutzinitiative „mobil&Job“ vorangetrieben werden soll.
Umweltstaatssekretär Matthias Machnig gratulierte dem Kreis Unna und den weiteren Preisträgern und unterstrich die große Bedeutung und Innovationskraft der Kommunen für einen wirkungsvollen Klimaschutz. Machnig: „Gerade in den Kommunen gibt es ein enormes Einsparpotenzial bei Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative haben wir ein umfangreiches Förderpaket geschnürt, das kommunale Entscheidungsträger unterstützt, ihre Stadt oder ihren Landkreis klimafreundlicher zu gestalten.“
Individueller Service, der sich auszahlt
Mit dem Projekt „mobil&Job“ hat der Kreis Unna eine Initiative ins Leben gerufen, die kreisansässigen Unternehmen zeigt, wie sie ihre Verkehrsabläufe umwelt- und klimafreundlicher gestalten und nebenbei Kosten sparen können. Für interessierte Unternehmen werden kostenlos umfassende Mobilitätspläne erarbeitet. Auf Basis einer freiwilligen, schriftlichen Mitarbeiterbefragung sucht das Team von „mobil&Job“ für jeden einzelnen Mitarbeiter nach möglichst umwelt- und klimafreundlichen Alternativen für den Weg zur Arbeit.
Das können optimale Verbindungen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr oder „Job-Tickets“ sowie Fahrgemeinschaften oder günstige Radwegeverbindungen sein. Selbstverständlich fließen persönliche Wünsche und Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit in die Planung ein. Durch die Verbesserung der Arbeitswege leisten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer täglich einen Beitrag zum Klimaschutz und profitieren zugleich durch Zeit- und Geldersparnis sowie weniger Stress auf dem Weg zur Arbeit. Auch die Situation innerhalb der Unternehmen wird geprüft, wie etwa der Auslastungsgrad der Dienstwagen und der Zustand vorhandener Parkplätze für Autos und Fahrräder vor Ort.
Der Service endet nicht mit dem individuell abgestimmten Mobilitätsplan, sondern versteht sich als kontinuierliches Beratungsangebot. Plaketten an den Gebäuden teilnehmender Firmen dokumentieren die Teilnahme an „mobil&Job“ und deren aktive Umsetzung eines individuellen Mobilitätsmanagements. Zukünftig sollen Unternehmen mit besonders vorbildlichen Mobilitätsplänen von der Initiative ausgezeichnet werden.
Erfolg über die Kreisgrenzen hinaus
Da das Interesse an „mobil&Job“ auch bei Städten und Gemeinden außerhalb des Kreisgebietes wächst, wird zurzeit ein „Starterpaket“ für andere Kommunen entwickelt. Ausgestattet mit einer Software zur Erstellung und Auswertung der Mitarbeiter-Fragebögen sowie zusätzlichem Informationsmaterial sollen interessierte Kommunen eine Erstberatung sowie eine eintägige Schulung für die künftigen Mitarbeiter erhalten.
Beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2009“, den das Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gemeinsam mit der „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik durchgeführt hat, wurden insgesamt 221 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Der Kreis Unna hat sich mit „mobil&Job – Betriebliches Mobilitätsmanagement“ in der Kategorie „Erfolgreich umgesetzte, innovative Aktionen zur Beteiligung und Motivation der Bevölkerung bei der Realisierung von Klimaschutzmaßnahmen“ beworben.
In dieser Kategorie gab es 61 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden, die jeweils ein Preisgeld von 20.000 Euro erhalten. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt unter www.kommunaler-klimaschutz.de.
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Constanze Rauert, Fon 02303 27-1013, E-Mail constanze.rauert@kreis-unna.de