Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 25. Juni 2009

Nahverkehrsplan muss Barrierefreiheit berücksichtigen

Sitzung der AG Menschen mit Behinderungen am 2. Juli im Rathaus

 

Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt  trifft sich am nächsten Donnerstag (2. Juli) um 13.30 Uhr zu ihrer 44. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Diesmal werden das Stadtplanungsamt und das beauftragte Planungsbüro den AG-Mitgliedern die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der Landeshauptstadt vorstellen, die derzeit erarbeitet wird. Darin sind auch Aussagen zu den Anforderungen und zur Verbesserung der Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Menschen enthalten.

 

Die Arbeitsgruppe „Menschen mit Behinderungen“ befasst sich regelmäßig mit Fragen der barrierefreien Gestaltung von Bauvorhaben und des ÖPNV. Daran beteiligt sind das Stadtplanungsamt, das Tiefbauamt und die Magdeburger Verkehrsbetriebe.

 

Außerdem wird die AG in ihrer nächsten Sitzung einen Stadtrundgang mit Fotoaufnahmen auswerten, bei dem AG-Mitglieder bestehende Barrieren und Hürden  aufgespürt haben. „Diese sind vielfach gar nicht baulich bedingt, sondern beruhen auf Unkenntnis oder Gleichgültigkeit von Nichtbehinderten“, so der Behindertenbeauftragte Hans-Peter Pischner.

 

An der AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich seit 1999 Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive.

 

In Sachsen-Anhalt leben ca. 170.400 anerkannte Schwerbehinderte (7,0 % der Bevölkerung). In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2008 rund 17.200 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,5 %), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind  rund 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 10.000 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), weit über 1.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 374 sind blind, 206 gehörlos und ca. 4.200 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten ca. 2.000 Menschen (Merkzeichen H).

 

Rund 60 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter. 53,3 % der Behinderten sind weiblich, wobei dieser Anteil mit zunehmendem Lebensalter ansteigt. Etwa 5.500 Einwohner sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt.

 

 

 

Nähere Informationen:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter, Telefon 0391/540 2342

E-Mail: behindert@magdeburg.de

Der Behindertenbeauftragte ist im Alten Rathaus, Alter Markt 6, Südflügel Erdgeschoss, Zimmer 043 zu erreichen. Sprechzeit i.d.R. Dienstag 9-12 und 14-17.30 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung.




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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