
Kreis Steinfurt/Steinfurt. Ein Landwirt aus Steinfurt weigert sich, seine Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen.
Nach zahlreichen, erfolglosen Gesprächen und Anordnungen hat das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Steinfurt nun beschlossen, die Impfung gegen den Willen des Landwirtes durchzuführen.
Der Leiter des Sachgebietes Veterinärwesen, Dr. Andreas Raaz, berichtet: „Diese Impfung ist gerechtfertigt und notwendig. Denn für einen wirksamen Schutz müssen die Wiederkäuer so schnell wie möglich geimpft werden.“
Den gestrigen Eilantrag des Landwirtes gegen die Ordnungsverfügung des Kreises Steinfurt hat das Verwaltungsgericht Münster heute abgelehnt und bestätigt das Vorhaben des Kreises Steinfurt. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Landwirt und weiteren Interessensvertretern erläuterte Dr. Raaz heute das Vorgehen des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes sowie die Notwendigkeit dieser Maßnahme.
Die Blauzungenkrankheit hatte vor Einführung der Schutzimpfung zu massiven Erkrankungen und Verlusten in rinder- und schafhaltenden Betrieben geführt. Durch die flächendeckende Schutzimpfung konnte die Krankheit erfolgreich bekämpft werden.