Pressemitteilung vom23. Juli 2009
Selbert: Kleine Grundschulstandorte nicht austrocknen

Kreis Kassel. Auf Kritik beim Kreis ist die Haltung des Hessischen Kultusministerums zur Lehrerversorgung an den Grundschulen in Zierenberg-Oberelsungen und Wolfhagen-Ippinghausen gestoßen. „Es ist der falsche Weg, kleine Grundschulstandorte klammheimlich durch die Lehrerzuweisung auszutrocknen“, bringt Vizelandrätin Susanne Selbert kein Verständnis für die unflexible Haltung des Kultusministeriums auf. Statt „rein administrativ vom Schreibtisch“ Entscheidungen zu lasten kleiner Grundschulstandorte zu treffen, wäre es aus Sicht der Vizelandrätin besser, gemeinsam mit dem Schulträger nach einer tragfähigen Lösung zu suchen. Das Kultusministerium hatte die Stundenzuweisung für die beiden Kombiklassen in Oberelsungen und Ippinghausen zum neuen Schuljahr um zwölf Stunden gekürzt.

 

Selbert ist sich bewusst, dass die beiden Schulstandorte in Oberelsungen und Ippinghausen zu den Grundschulstandorten gehören, die besonders vom Rückgang der Schülerzahlen betroffen sind. „Gerade deswegen sind Entscheidungen des Kreises als Schulträger und des Kultusministeriums für diese Grundschulen von großer Bedeutung – und sollten daher im Vorfeld abgestimmt und abgesprochen werden“, fordert die Vizelandrätin.

 

Landrat Uwe Schmidt hatte Anfang Juli angekündigt, dass er zusammen mit dem Hessischen Kultusministerium und dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis und die Stadt Kassel für alle Grundschulstandorte, die vor dem Problem einer zu geringen Schülerzahl für die Klassenbildung stehen, nach einer für Eltern und Kinder praktikablen Lösung suchen will. Bevor es hier zu einem ersten Gespräch kommen konnte, schaffe die Kultusbürokratie „Tatsachen“, so Selbert weiter.

 

Für die kleinen Schulstandorte im ländlichen Raum seien flexible und pädagogisch sinnvolle Konzepte notwendig, um auch in Zukunft „die Grundschule im Dorf lassen zu können“. Der Kreis unterstütze die Eltern bei ihrem Engagement für Unterrichtsqualität und werde sich bei Kultusministerin Dorothea Henzler für eine nochmalige Überprüfung der bisherigen Haltung einsetzen, kündigt Selbert abschließend an.



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