Zierenberg/Region Kassel/Schwalm-Eder-Kreis.
Wer in den letzten Wochen am Dörnberg wanderte, konnte rund um den ehemaligen Jugendhof des Landes Hessen rege Betriebsamkeit entdecken. „Hier entsteht das Naturparkzentrum Habichtswald, das am 9. August mit einem vielfältigen Programm eröffnet wird“, berichtet Jürgen Depenbrock, Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald. Ab 14.00 Uhr gibt es Schnupperexkursionen, einen Markt mit Direktvermarktern aus der Region und ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Depenbrock: „Besonders stolz sind wir auf unsere neuen Räumlichkeiten, in denen eine Dauerausstellung über den Habichtswald im Allgemeinen und den Dörnberg im Besonderen informiert“. Ergänzt wird die Dauerausstellung, die zusammen mit dem Team des Naturkundemuseums der Stadt Kassel gestaltet wurde, durch wechselnde Themen-Ausstellungen über Natur und Geschichte des Habichtswaldes. Derzeit informiert eine Ausstellung im Erdgeschoss über die Geschichte der Weidelsburg.
„Das Programm des Eröffnungstages gibt einen Einblick in das Angebot des Naturparkzentrums“, erläutert Depenbrock. So werden typische Pflanzenarten im Umfeld des neuen Zentrums vorgestellt, es gibt eine kurze Einführung in die geologischen Besonderheiten des Habichtswaldes und auch die Welt der Ameisen kommt nicht zu kurz. Zum Angebot gehört auch eine Wanderung zum Hohen Dörnberg und je nach Wetterlage Gastrundflüge auf einem der ältesten Segelfluggelände der Welt. Andrea C. Ortolano und das Gunther Fuhr Trio begleiten den Tag kulturell und märchenhaft.
Der Naturpark hat erstmals eine Anlaufstelle für seine Besucher und kann nun noch besser über Wissens- und Besuchenswertes rund um den Naturpark Habichtswald informieren. Depenbrock: „Die Vorbereitungen für ein Informations- und Besucherzentrum für den Naturpark Habichtswald liefen schon länger – hier oben auf dem Dörnberg, in einem Gebäudeteil des Zentrums Helfensteine, sind die Pläne jetzt Wirklichkeit geworden“. Der Dörnberg sei der geeignete Ort für das Zentrum, da hier touristische Attraktion, Naturschutz und regionale Kulturgeschichte wunderbar zusammenpassen, so der Zweckverbands-Geschäftsführer weiter.
Das Konzept des Naturparkzentrums Habichtswald umfasst die gesamte Palette moderner musealer Vermittlung und touristischer Vermarktung. „Neben den Informationen über die Flora und Fauna des Naturparks spielen Geologie und Kulturgeschichte eine wichtige Rolle“, informiert Depenbrock. Im Naturparkzentrum werden einige Produkte aus der Region angeboten. Weiterhin ist es Ausgangspunkt für Themenführungen und Veranstaltungen unterschiedlichster Art.
Depenbrock: „Dieses inhaltlich breit angelegte und für Besucher des Naturparks attraktiv gestaltete Angebot lässt sich natürlich nur durch eine Reihe von Kooperationspartnern umsetzen“. So ist der Betrieb des Zentrums nur mit Hilfe von Aktivisten des ehrenamtlichen Naturschutzes der Region möglich. Vermittelt von der Nordhessischen Gesellschaft für Naturkunde und Naturwissenschaften e.V. (NGNN), haben die ehrenamtlichen Naturschützer für die ersten drei Jahre ein Kontingent von jeweils 1000 Arbeitsstunden zugesagt.
Weitere wichtige Partner sind die Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel (AGiL), Hessenforst, der Verein Region Kassel-Land mit dem Eco-Museum Habichtswald und der Landkreis selbst mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Amt für den ländlichen Raum.
Die Außenarbeiten wurden dankenswerterweise unterstützt durch die Eigenbetriebe Regionale Abfallentsorgung und Jugend- und Freizeiteinrichtungen.
„Bei der Planung und Gestaltung der Dauerausstellung hat uns der Leiter des Naturkundemuseums Kassel Dr. Kai Füldner mit seinen bewährten Mitarbeitern unterstützt – ohne diese Hilfe hätten wir das nicht hinbekommen“, bedankt sich Depenbrock für die Mitarbeit des Museumsleiters der Stadt Kassel.
Auch das Umwelt und Gartenamt der Stadt Kassel hat bei der Beplanung der Außenanlage mitgewirkt. Damit werde die gute Zusammenarbeit der Zweckverbandsmitglieder deutlich.
Die Ausstellung ist besonders auf die Bedürfnisse von Kindern und Schulklassen ausgerichtet. Ziel ist es, mittelfristig einen attraktiven außerschulischen Lernort anzubieten.
Möglich wurde die Realisierung des Erlebnishauses Naturpark Habichtswald durch ein „finanzielles Netzwerk“. Etwa die Hälfte der notwendigen Sanierungs-, Umbau- und Ausstattungskosten in Höhe von rund 196.000 Euro werden aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union gefördert. Den Restbetrag hat der Landkreis Kassel übernommen. Der Landkreis Kassel hat vom „Zentrum Helfensteine“ ein dreigeschossiges Gebäude angemiete
Das Naturparkzentrum Habichtswald wurde zwischenzeitlich eröffnet!
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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