
Bittere Aprikosenkerne werden derzeit verstärkt in Naturkostläden, Reformhäusern und im Internet angeboten und u.a. auch als alternative Behandlung bei Krebs angepriesen. Eine solche Wirkung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Der Amtsarzt warnt daher ausdrücklich davor die bitteren Aprikosenkerne als Therapeutika zu verwenden.
Bittere Aprikosenkerne weisen einen hohen natürlichen Gehalt an Amygdalin auf. Daraus wird während der Verdauung die hoch giftige Blausäure abgespalten. Sie kann Symptome einer akuten Vergiftung wie Krämpfe, Erbrechen sowie Atemnot hervorrufen und in hohen Dosen sogar zu einer tödlichen Atemlähmung führen.
„Verbraucher sollten sich deshalb unbedingt streng an vorgegebene Verzehrempfehlungen halten oder vorsorglich völlig darauf verzichten“, so Dr. Jungnitz. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bfr.bund.de.
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Silke Schmücker, Fon 02303 27-1113, E-Mail silke.schmuecker@kreis-unna.de