Kreis Unna - Presse und Kommunikation

26. August 2009

Bündnis für Familie

Mehr Chancen für Alleinerziehende auf Arbeitsmarkt

Kreis Unna. „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ ist das Ziel eines kreisweiten Projektes des Handlungsfeldes „Die Arbeitswelt familienfreundlich gestalten“ im Bündnis für Familie des Kreises Unna. Das Projekt startet am 1. Oktober unter Federführung der ARGE für den Kreis Unna, deshalb informierte ARGE-Projektentwicklerin Tina Riedel nun die Mitglieder über den aktuellen Stand des Projektes.

Im Kreis Unna gibt es ca. 3.700 Alleinerziehende, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, fast 95 % davon sind Frauen. 450 Alleinerziehende sollen in den kommenden zwei Jahren durch speziell geschulte FallmanagerInnen besonders betreut und somit fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden. „Alleinerziehende haben es besonders schwer auf dem Arbeitsmarkt, daher ist es wichtig, ihre Chancen gezielt zu verbessern“, betonte ARGE-Geschäftsführer Thomas Neuhaus, unter dessen Moderation die Sitzung stattfand.

In Ergänzung dazu entwickelt derzeit eine Arbeitsgruppe - bestehend aus VertreterInnen der Diakonie Ruhr-Hellweg | Arbeit und Lernen, des Bildungszentrums Westfalen für Wirtschaft, Handel und Soziales e. V. (BZW), der Handwerkskammer, des Einzelhandelsverbandes (EHV), der Koordinierungsstelle Frau und Beruf bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) für den Kreis Unna mbH und des Multikulturellen Forums e.V. – ein Projekt zur Sensibilisierung von Unternehmen für Teilzeitausbildung und für die Beschäftigung von Alleinerziehenden.

Die Projektidee soll bei dem Wettbewerb „familie@unternehmen.NRW“ eingereicht werden, bei dem das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) des Landes NRW die besten Ideen zur erfolgreichen Vereinbarkeit von Beruf und Familie sucht.

Außerdem beantwortete Handlungsfeld-Mitglied Sabine Adam-Johnen vom Frauenforum im Kreis Unna e.V. den Handlungsfeld-Mitgliedern die Frage, wie ehemalige Frauenhaus-Bewohnerinnen in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Nach Erfahrung des Frauenforums ist die Integration in den Arbeitsmarkt von zentraler Bedeutung für die Frauen, um wieder selbstständig zu werden und eine neue Lebensperspektive entwickeln zu können. „Die Frauen haben nach der jahrelangen Gewalterfahrung ein geringes Selbstwertgefühl, das erst wieder behutsam aufgebaut werden muss, aber auch wichtige Schlüsselkompetenzen“, so Adam-Johnen.

Großes Interesse fand auch der Bericht von Wolfgang Edelmann (BZW, EHV) über Familienfreundlichkeit im Einzelhandel. Im Kreis Unna gibt es ca. 17.000 Arbeitsplätze im Einzelhandel. In keiner anderen Branche sind so viele Frauen tätig, überwiegend direkt im Verkauf. Die Teilzeitquote liegt bei über 50%. Mit Hilfe von flexiblen Arbeitszeitmodellen, Weiterbildung während der Elternzeit, erleichtertem Wiedereinstieg nach der Familienphase und Unterstützung bei der Kinderbetreuung sorgt der Einzelhandel für mehr Familienfreundlichkeit im Kreis Unna.


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