Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 31. August 2009

Delegation aus Partnerstadt Harbin trug sich in das Gästebuch der Landeshauptstadt Magdeburg ein

Oberbürgermeister empfing Gäste aus chinesischer Metropole

Magdeburg.

 

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus eine hochrangige Delegation aus Magdeburgs chinesischer Partnerstadt Harbin. Während ihres Besuches trugen sich die Delegationsmitglieder in das Gästebuch der Landeshauptstadt Magdeburg ein. Mit der nördlichsten Boomregion Chinas – der 9-Millionen-Metropole Harbin – verbindet Magdeburg seit dem 2. Juli 2008 eine Städtepartnerschaft.

 

Zu den fünf Delegationsmitgliedern gehören der Vorsitzende der Harbiner Politisch Beratenden Konferenz Zou Xinsheng, der Vizedirektor des Generalbüros der Harbiner Politisch Beratenden Konferenz Dong Guanghui, der Direktor des Harbiner Sende- und Fernsehbüros Liu Wencheng sowie der Direktor und der Bereichsleiter des Harbiner Amtes für Auswärtige Angelegenheiten und für Angelegenheiten von Chinesen im Ausland Zhang Tianbo und Song Xiangdong.

 

Die Delegation ist auf Einladung des Dezernates für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit in Magdeburg. Auf dem Besuchsprogramm standen neben Gesprächen und dem Besuch des Alten Rathauses unter anderem auch die Besichtigung des Müllheizkraftwerkes Rothensee, der Magdeburger Häfen und des gemeinsamen Gewerbegebietes von Magdeburg und Sülzetal. Am Vormittag wurde die Delegation bereits im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit empfangen.

 

Der Besuch in Magdeburg ist eine Reaktion auf die Reise einer Magdeburger Delegation im Juni dieses Jahres im Rahmen der 20. Harbiner Handelsmesse. Während ihrer Reise nach China hatte die Delegation unter Leitung des Beigeordneten für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit Rainer Nitsche die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts als modernen und innovativen Wirtschafts- und Investitionsstandort vorgestellt und den Rahmen für zukünftige Geschäftsanbahnungen und Kooperationsbeziehungen zwischen den Unternehmen beider Städte und Regionen geprüft.

 

 

Hintergrund zu Städtepartnerschaft mit Harbin

Am 2. Juli 2008 hatten Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Bürgermeister von Harbin Zhang  Xiaolian  im Alten Rathaus zu Magdeburg die Partnerschaft beider Städte vertraglich besiegelt. Die chinesische Stadt Harbin ist – nach Sarajevo, Braunschweig, Nashville, Saporoshje und Radom – die sechste Stadt, mit der Magdeburg eine offizielle Städtepartnerschaft pflegt. 

 


Bereits seit 2001 gibt es Kontakte zwischen Magdeburg und Harbin, wechselseitig haben Delegationen aus Harbin Deutschland und Magdeburg besucht bzw. Delegationen aus Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt die Region Harbin in China. Ziel war und ist dabei v. a. der Aufbau wirtschaftlicher und kultureller Kontakte zwischen beiden Regionen.

 

Im Juni 2002 hatten die Oberbürgermeister von Magdeburg und Harbin eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit beider Städte unterzeichnet. Während eines Besuchs einer Magdeburger Delegation in Harbin im September 2006 wurde eine gemeinsame Erklärung mit dem Ziel der Begründung einer Städtepartnerschaft durch die beiden Oberbürgermeister verabschiedet. Auf der Grundlage dieser Vereinbarungen hatten die Gemeindevertreter beider Städte beschlossen, eine Städtepartnerschaft zu begründen.

 

Mit ihrer Partnerschaft wollen beide Städte den Austausch und die Zusammenarbeit in verschiedenen Formen in den Bereichen Kultur, Tourismus, Bildung, Handel usw. fortsetzen mit dem Ziel, einen Beitrag zur gemeinsamen Entwicklung und zum Wohlstand zu leisten.“ Im Sinne des gegenseitigen Verstehens sollen außerdem Begegnungen und Projekte zwischen den Bürgern beider Städte gefördert werden, um ihnen eine aktive Mitgestaltung der Partnerschaft zu ermöglichen. Zum Austausch und zur Zusammenarbeit sowie zur Erörterung von Fragen gemeinsamen Interesses wollen sich die Repräsentanten beider Städte regelmäßig treffen.

 

 

Hintergrund zur Provinzhauptstadt Harbin

Harbin ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Heilongjiang. Durch die ganzjährig kalten Temperaturen wird die Stadt auch "Stadt des Eises" genannt. Heilongjiang liegt direkt an der Grenze zu Russland. Diese Nähe zu Russland macht sich in Harbin bemerkbar, die Stadt hat ein bezauberndes russisches Flair. Zudem profitieren die Einwohner vom russisch-chinesischen Grenzhandel, der Stadt geht es dadurch wirtschaftlich sehr gut.

 

Die Region verfügt über reiche Kohle- und Erdölvorkommen, die der Stadt zu Ruhm verholfen haben. Geht man durch die Stadt, so wird man an St. Petersburg erinnert. Neben der russischen Architektur finden sich interessante Tempelanlagen. Sehr schön ist das berühmte Eislaternenfest. Die Stadt entwickelte sich erst zum Ende des 19. Jahrhunderts. Vor dieser Zeit war Harbin lediglich ein kleiner unbedeutender Fischerort. Durch die bessere Anbindung mit der Bahn und durch den Bau von Brücken im Land kamen immer mehr Menschen nach Harbin. 1918 gab es bereits 200.000 Einwohner. Viele jüdische Familien flohen im Laufe der Zeit vor dem russischen Zaren und den Pogromen in diese Stadt und fanden dort eine neue

Heimat.

 

Hintergrund zum Gästebuch

Das Gästebuch der Landeshauptstadt Magdeburg existiert seit November 2002. In das Gästebuch tragen sich repräsentative Besucher der Stadt wie Diplomaten, Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Sport sowie hochrangige in- und ausländische Gäste ein. Unter den Gästen, die ihren Besuch in Magdeburg auf diese Weise dokumentierten waren unter anderem der Boxer Sven Ottke,  Ernest Kan und seine Frau Ana, die ihre Familien durch den Holocaust verloren, der ungarische Schriftsteller Ivan Ivanji, der in Magdeburg-Rothensee im Konzentrationslager „Magda“ interniert war, Senatoren aus den USA, Vertreter der deutsch-arabischen Wirtschaftskonferenz, ehemalige Magdeburger jüdischer Herkunft, Sportler und Künstler.




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Stadt Magdeburg
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