
Kreis Unna. (PK) Schöne Aussichten für das hoch über der Ruhr in Holzwickede gelegene Haus Opherdicke. Aus dem Konjukturpaket II fließen insgesamt 2,7 Mio. Euro für Infrastrukturmaßnahmen in den Kreis. 1,35 Mio. Euro werden in Haus Opherdicke investiert. Mit den anderen 1,35 Mio. € soll ein Gästehaus an der Ökostation in Bergkamen realisiert werden. Die Planungen für beide Projekte stellte Baudezernent Dr. Detlef Timpe im Kreistag am 8. September vor.
Haus Opherdicke wurde in den 1980er Jahren vom Kreis in recht desolatem Zustand erworben und zu einer Begegnungsstätte umgebaut. Dank der 1,35 Mio. € an Infrastrukturmitteln wird der Kreis das Kleinods über der Ruhr weiter für Kunst, Kultur und Begegnung öffnen können, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ein barrierefreier Zugang über den Haupteingang, ein Aufzug und auch behindertengerechte Toilettenanlagen sollen das Haus für weniger mobile Menschen zugänglich machen. Zu sehen geben wird es nicht nur für sie eine Menge.
Im Schulterschluss mit der Denkmalpflege, so Baudezernent Dr. Timpe bereits im Kulturausschuss, sollen im ersten Obergeschoss neue Ausstellungsräume entstehen. Beherbergen sollen sie Kunstwerke der Extraklasse, nämlich Werke aus der Sammlung Brabant. Der Kreis nähert sich damit seinem Vorhaben, die Sammlung insgesamt zu übernehmen und in einem mittelfristig auf Haus Opherdicke geplanten „Haus der Moderne“ im heutigen Schafstall zu präsentierten.
Baudezernent Dr. Timpe legte die Detailplanung im Kreistag vor und machte auch klar, dass der Kostenrahmen eingehalten wird und zudem ein ambitionierter Zeitplan abgesteckt wurde. Im Juni 2010 soll der Umbau fertig sein, so dass Brabants Schätze im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010 gezeigt werden können und den Besuchern „Appetit auf mehr“ machen.
Ebenfalls ambitioniert, aber mit dem bereitgestellten Geld allein nicht umsetzbar ist der Plan eines Gästehauses auf der Ökostation. Vorgesehen ist, das Gästehaus als Integrationsunternehmen zu führen und damit Arbeitsplätze auch für behinderte Menschen zu schaffen. Als Partner dabei sind die „Arbeit und Lernen gGmbH“ der Diakonie und die „Initiative Down Syndrom im Kreis Unna e.V.“ Ein Vorentwurf für Gästehaus mitsamt ebenfalls geplantem Hofladen und Straußenwirtschaft geht von notwendigen Investitionen von rund 2,7 Mio. Euro aus. „Wir werden Fördermittel von dritter Stelle einwerben müssen, sind aber bereits in guten Gesprächen“, zeigte sich der Baudezernent optimistisch.