Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 11. September 2009

Schüler und Lehrer der IGS "Regine Hildebrandt" haben jetzt optimale Bedingungen

Weitere PPP-Schule nach planmäßiger Bauzeit offiziell übergeben

Ein weiterer im Rahmen des ersten PPP-Projektes sanierter Schulkomplex wurde heute offiziell seiner Bestimmung übergeben. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper feierte gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Bauleuten die Einweihung der sanierten IGS "Regine Hildebrandt". Sie gehört mit vier weiteren Schulen zum ersten PPP-Paket, das ein Investitionsvolumen von rund 41 Millionen Euro hat.

"Die IGS 'Regine Hildebrandt' ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass auch Neubau-Schulen, die mit industriell gefertigten Bauelementen errichtet wurden, ansprechend saniert werden können", freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Schüler und Lehrer finden hier optimale Unterrichtsbedingungen. Mein Dank gilt allen am Bau beteiligten Firmen und Unternehmen sowie der PPP-Projektgesellschaft, die alle fünf Schulen nach planmäßiger Bauzeit und pünktlich zum Schuljahresbeginn fertig gestellt hat."

Der Schulstandort im Stadtteil Neustädter See wurde in den vergangenen zwölf Monaten umfassend saniert. Zu den ausgeführten Baumaßnahmen gehören unter anderem die komplette Sanierung der Gebäude I und II mit dem Neuanbau von acht Klassenräumen, der Einbau von zwei Aufzügen, die Sanierung der Sporthalle und die Erstellung von neuen Außensportanlagen. Außerdem wurde der Schulhof völlig neu gestaltet. Zu ihm gehören jetzt eine Pausenhofüberdachung, ein „grünes Klassenzimmer“, Einstellplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Die IGS "Regine Hildebrandt" war 1996 als zweite Integrierte Gesamtschule der Landeshauptstadt Magdeburg gegründet worden. Derzeit werden hier rund 800 Schüler von knapp 90 Lehrern unterrichtet. An der IGS "Regine Hildebrandt" können sowohl Haupt- und Realschulabschluss als auch das Abitur gemacht werden. Während der Sanierung hat die Schule benachbarte Schulgebäude sowie das Gebäude des ehemaligen Humboldt-Gymnasiums genutzt. Leitidee der Schule ist die Besinnung und Ausrichtung auf Regine Hildebrandt, die für die innere Einheit Deutschlands, für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit steht.

Der Schulstandort im Stadtteil Neustädter See gehört zum ersten von insgesamt vier PPP-Paketen zur Sanierung von Schulen in Magdeburg. Weitere Gebäude dieses Paketes sind das Werner-von-Siemens-Gymnasium, die Grundschulen "Friedenshöhe" und "Weitlingstraße" und die Berufsbildenden Schulen "Otto von Guericke" (Haus A). Alle Schulen  wurden zu Schuljahresbeginn an die Nutzer übergeben.

 
Für die Sanierung dieser fünf Schulgebäude hatte sich als Investor nach einer europaweiten Ausschreibung ein regional ansässiges mittelständisches Bieterkonsortium mit der Industriebau Wernigerode GmbH, der W. Wallbrecht GmbH & Co. KG, der MBN Montage-Bau GmbH Magdeburg und der Norddeutschen Landesbank durchgesetzt. Zur Realisierung des Vorhabens gründete das Konsortium die "Projektgesellschaft PPP-Schulen Magdeburg Paket 1 mbH". Die Gesellschaft war nicht nur für die Planung und die Umsetzung der Sanierung und für die Finanzierung verantwortlich, sie übernimmt auch für 20 Jahre den laufenden Betrieb.
 
Die Stadt bleibt Eigentümer der Gebäude und zahlt dem künftigen Betreiber ab sofort ein monatliches Entgelt für seine Aufwendungen. Das Investitionsvolumen beträgt für das erste Paket rund 41 Millionen Euro, einschließlich der Zwischenfinanzierungskosten. Vertraglich vereinbart wurde eine Laufzeit von 30 Jahren zur Refinanzierung der Investitionen. Vereinbart wurde außerdem, dass die künftigen Betreiber für die regelmäßige Instandhaltung und Instandsetzung der Schulen sorgen.

Darüber hinaus hatten sich die Partner beim Vertragsabschluss auf ein umfangreiches Sicherheitenkonzept – einschließlich der üblichen Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften – sowie auf eine weitreichende Übertragung von Planungs-, Bau- und Betriebsrisiken auf die Bietergemeinschaft verständigt.
 
Konkrete, standortbezogene und mit dem Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung abgestimmte Nutzerprofile stellen sicher, dass die Schulen auch künftig von Vereinen und Dritten genutzt werden können. Dies gilt insbesondere für die Sportstätten.


Hintergrundinformationen zum PPP-Programm
Insgesamt 20 Schulanlagen saniert die Landeshauptstadt im Rahmen einer Public-Private-Partnership, um den Sanierungsstau an Schulen zügig abzubauen. Mit der mittelfristigen Schulentwicklungsplanung hatte die Stadtverwaltung zunächst festgelegt, welche Schulen langfristig Bestand haben und auch entschieden, welche Gebäude weiterhin genutzt werden sollen. Die insgesamt 20 kommunalen Schulanlagen, die Aufnahme in das PPP-Programm gefunden haben, sind auf vier Pakete verteilt, die vom Stadtrat beschlossen wurden. Für jedes Paket wurde bzw. wird durch europaweite Ausschreibung ein Auftragnehmer gesucht.
 
Zum zweiten PPP-Paket gehören die Grundschulen "Alt Olvenstedt", "Annastraße", "Bertolt Brecht" (am Standort Leipziger Straße 46), die Grundschule "Am Nordpark"/Förderschule Makarenko sowie die Grundschule "Elbdamm"/Sekundarschule "Thomas Mann" (am Standort Cracauer Straße). Die Sanierungsarbeiten liegen im Zeitplan, so dass diese Schulen zum Beginn des zweiten Halbjahres 2009/2010 übergeben werden können.
 
Zum dritten PPP-Paket gehören die Grundschulen "Buckau" und "Salbke", die Sekundarschulen "Heinrich Heine" und "August Wilhelm Francke" sowie das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Die Verträge mit dem Auftragnehmer wurden am 1. Sept. unterzeichnet

Mit dem vierten PPP-Paket sollen die Grundschulen "Am Hopfengarten", "Umfassungsstraße" und "Nordwest", die Förderschule "Hugo Kükelhaus" und die Integrierte Gesamtschule "Willy Brandt" saniert werden. Hier erfolgen derzeit die Vorbereitungen für die Ausschreibung.




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