Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 18. September 2009

Weitere PPP-Schule nach planmäßiger Bauzeit offiziell übergeben - Schüler und Lehrer der Grundschule Friedenshöhe haben jetzt optimale Bedingungen

Eine weitere im Rahmen des ersten PPP-Projektes sanierte Schule wird morgen offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper feiert gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Bauleuten die Einweihung der sanierten Grundschule Friedenshöhe. Sie gehört mit vier weiteren Schulen zum ersten PPP-Paket, das ein Investitionsvolumen von rund 41 Millionen Euro hat.

Schüler und Lehrer finden nach erfolgter Sanierung des Schultyps Erfurt II optimale Unterrichtsbedingungen. OB Dr. Lutz Trümper dankt allen am Bau beteiligten Firmen und Unternehmen sowie der PPP-Projektgesellschaft, die die Grundschule in der Astonstraße sowie weitere vier Schulen nach planmäßiger Bauzeit pünktlich zum Schuljahresbeginn fertig gestellt hatte.

Die Grundschule Friedenshöhe wurde in den vergangenen zwölf Monaten umfassend und bedarfsgerecht saniert. Zu den ausgeführten Baumaßnahmen an diesem Schultyp Erfurt II (Plattenbau) gehören:
o der Rückbau des oberen Geschosses
o die Erneuerung des Daches
o die Erneuerung der Sanitär-, Heizungs- und Elektroanlagen (einschließlich Neubau eines Behinderten-WC`s)
o die Erneuerung der Unterrichtsräume
o der Einbau neuer Fenster
o die Fassadensanierung mit einem Wärmedämmverbundsystem.

Das Öffnen des Erdgeschossbereiches durch die Auflösung von Wänden ermöglicht eine großzügigere Nutzung, durch die Anhebung des Innenhofes auf die Erdgeschossebene wird dieser multifunktionale Bereich erheblich aufgewertet. Durch den Einbau eines Hubliftes ist diese Ebene auch behindertengerecht nutzbar. Im Rahmen der Sanierung wurde außerdem der Schulhof modernisiert und  mit neuem Spielplatz, Spielbereichen und einem grünen Klassenzimmer ausgestattet. Auch die Sporthalle wurde saniert sowie neue Sportanlagen mit Laufbahn, Sprunggrube, Kleinspielfeld geschaffen.

Der Leitsatz der Schule "Selbst der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt" ist überall im sanierten Gebäude spürbar. Am morgigen Samstag pflanzen Schüler auf dem Schulgelände einen Ginkobaum, der für Frieden und Liebe steht. Gleichzeitig wird eine gefüllte "Schatzkiste" vergraben. Schüler und Lehrer hoffen darauf, dass die Kiste erst wieder in 35 Jahren – zum 70. Jahrestag der Schule – geöffnet wird.
 
Der Schulstandort im Stadtteil Sudenburg gehört zum ersten von insgesamt vier PPP-Paketen zur Sanierung von Schulen in Magdeburg. Weitere Gebäude dieses Paketes sind das Werner-von-Siemens-Gymnasium, die Grundschule "Weitlingstraße", die IGS "Regine Hildebrandt" und die Berufsbildenden Schulen "Otto von Guericke" (Haus A). Alle Schulen  wurden zu Schuljahresbeginn an die Nutzer übergeben.

Für die Sanierung dieser fünf Schulgebäude hatte sich als Investor nach einer europaweiten Ausschreibung ein regional ansässiges mittelständisches Bieterkonsortium mit der Industriebau Wernigerode GmbH, der W. Wallbrecht GmbH & Co. KG, der MBN Montage-Bau GmbH Magdeburg und der Norddeutschen Landesbank durchgesetzt. Zur Realisierung des Vorhabens gründete das Konsortium die "Projektgesellschaft PPP-Schulen Magdeburg Paket 1 mbH". Die Gesellschaft war nicht nur für die Planung und die Umsetzung der Sanierung und für die Finanzierung verantwortlich, sie übernimmt auch für 20 Jahre den laufenden Betrieb.
 
Die Stadt bleibt Eigentümer der Gebäude und zahlt dem künftigen Betreiber ab sofort ein monatliches Entgelt für seine Aufwendungen. Das Investitionsvolumen beträgt für das erste Paket rund 41 Millionen Euro, einschließlich der Zwischenfinanzierungskosten. Vertraglich vereinbart wurde eine Laufzeit von 30 Jahren zur Refinanzierung der Investitionen. Vereinbart wurde außerdem, dass die künftigen Betreiber für die regelmäßige Instandhaltung und Instandsetzung der Schulen sorgen.

Darüber hinaus hatten sich die Partner beim Vertragsabschluss auf ein umfangreiches Sicherheitenkonzept – einschließlich der üblichen Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften – sowie auf eine weitreichende Übertragung von Planungs-, Bau- und Betriebsrisiken auf die Bietergemeinschaft verständigt.
 
Konkrete, standortbezogene und mit dem Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung abgestimmte Nutzerprofile stellen sicher, dass die Schulen auch künftig von Vereinen und Dritten genutzt werden können. Dies gilt insbesondere für die Sportstätten.


Hintergrundinformationen zum PPP-Programm
Insgesamt 20 Schulanlagen saniert die Landeshauptstadt im Rahmen einer Public-Private-Partnership, um den Sanierungsstau an Schulen zügig abzubauen. Mit der mittelfristigen Schulentwicklungsplanung hatte die Stadtverwaltung zunächst festgelegt, welche Schulen langfristig Bestand haben und auch entschieden, welche Gebäude weiterhin genutzt werden sollen. Die insgesamt 20 kommunalen Schulanlagen, die Aufnahme in das PPP-Programm gefunden haben, sind auf vier Pakete verteilt, die vom Stadtrat beschlossen wurden. Für jedes Paket wurde bzw. wird durch europaweite Ausschreibung ein Auftragnehmer gesucht.
 
Zum zweiten PPP-Paket gehören die Grundschulen "Alt Olvenstedt", "Annastraße", "Bertolt Brecht" (am Standort Leipziger Straße 46), die Grundschule "Am Nordpark"/Förderschule Makarenko sowie die Grundschule "Elbdamm"/Sekundarschule "Thomas Mann" (am Standort Cracauer Straße). Die Sanierungsarbeiten liegen im Zeitplan, so dass diese Schulen zum Beginn des zweiten Halbjahres 2009/2010 übergeben werden können.
 
Zum dritten PPP-Paket gehören die Grundschulen "Buckau" und "Salbke", die Sekundarschulen "Heinrich Heine" und "August Wilhelm Francke" sowie das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Die Verträge mit dem Auftragnehmer wurden am 1. Sept. unterzeichnet

Mit dem vierten PPP-Paket sollen die Grundschulen "Am Hopfengarten", "Umfassungsstraße" und "Nordwest", die Förderschule "Hugo Kükelhaus" und die Integrierte Gesamtschule "Willy Brandt" saniert werden. Hier erfolgen derzeit die Vorbereitungen für die Ausschreibung.




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