Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 18. September 2009

Botschafter der Republik Chile trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein

OB Dr. Trümper empfing S.E. Prof. Dr. Alvaro Manuel Rojas Marin

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus den Botschafter der Republik Chile, S.E. Prof. Dr. Alvaro Manuel Rojas Marin. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.

 

S.E. Prof. Dr. Alvaro Manuel Rojas Marin weilt derzeit zu seinem Antritts­besuch in Sachsen-Anhalt und Magdeburg. Neben einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt nutzte der Botschafter seinen Besuch im Magdeburger Rathaus, um sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt einzutragen. Am Abend wird der Botschafter noch ein Konzert mit der chilenischen Musikgruppe „Barroco Andino“ im Gesellschaftshaus Magdeburg eröffnen. Dieses findet aus Anlass des heutigen chilenischen Nationalfeiertages (18.09.1810 - Beginn des Unabhängigkeitsprozesses) statt.

 

S.E. Prof. Dr. Alvaro Manuel Rojas Marin ist seit April 2008 außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik Chile in der Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Studium der Tiermedizin an der Universidad de Chile und der Promotion an der TU München im Fach Agrarpolitik (1979-1982) arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universidad de Talca. 1989 erhielt er seine erste Professur. Von 1991 bis 2006 war er Dekan und Rektor. Bis Januar 2008 arbeitete Prof. Dr. Alvaro Manuel Rojas Marin als Landwirtschaftsminister der Republik Chile.

 

Der Diplomat wurde am 9. Mai 1953 geboren. Neben seiner diplomatischen Tätigkeit ist er Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu agrarwissenschaft­lichen Themen.

 

Mit Prof. Dr. Alvaro Manuel Rojas Marin hat sich heute bereits zum fünften Mal eine chilenische Persönlichkeit in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg eingetragen. In den letzten Jahren waren bereits der Bürgermeister der Stadt Temuco René Saffirio Espinoz (1995), der frühere Staatsminister der Republik Chile Victor Gonzales Maertens (1996), der Präsident des Senats der Republik Chile Andrés Zaldivar Larrain (2003) und die damalige Botschafterin der Republik Chile Marigen Hornkohl (2007) zu Gast im Magdeburger Rathaus.

 

 

 


Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg

Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Es wurde unter Oberbürgermeister Hermann Beims eingerichtet. Die erste Eintragung erfolgte am 10. Mai 1931 durch die Mitglieder des Magistrats.

 

Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder die sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.

 

Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher, Theo Weigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige und derzeitige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.

 

Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die Generalbundesanwältin Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde und Prof. Reinhold Krampitz sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.

 

In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg (z.B. nach dem Gewinn der Champions League 2002), der Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich und Sven Ottke und der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.

 

Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, die Telemann-Preisträger Prof. Dr. András Székely und Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a.D. Roland Wambeck sowie besonders engagierte Bürger wie der Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Siegfried Brosza und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg.




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