Pressemitteilung vom21. September 2009
Kultur zieht in Scheune – Liebenau erhält neues Kulturzentrum
Liebenau.

„Welche kulturfördernde Atmosphäre Scheunen entfalten können, ist spätestens durch den Erfolg des Schleswig-Holstein-Musikfestivals belegt – in Zukunft können sich auch die Liebenauer und möglichst viele Gäste aus dem Hofgeismarer und Warburger Land selbst davon ein Bild machen“, kündigte Landrat Uwe Schmidt bei einem Besuch in der historischen Scheune im Lacheweg in Liebenau an.

Damit das Hoffen der Liebenauer auf Fördermittel für die Kulturscheune ein Ende hat, brachte Schmidt die gute Nachricht mit nach Liebenau, dass die Investition von rund 219.000 Euro durch einen Zuschuss aus Mitteln der Regionalenwicklung in Höhe von 110.000 Euro „für die Stadt leichter zu schultern ist“.

 

Der Wunsch nach einer kulturellen Nutzung der Scheune besteht seit bereits seit dem Februar 2006. Schmidt: „Liebenau geht es wie vielen Orten: Es fehlt ein geeigneter Raum für mittelgroße Veranstaltungen“. Der Rathaussaal ist zu klein und die Sporthalle mit einem Fassungsvermögen von 1.200 Menschen zu groß. Mit dem Umbau zur Kulturscheune ist dieser Mangel bald Vergangenheit.

 

Dem positiven Bewilligungsbescheid war eine Machbarkeitsstudie vorausgegangen. Das beauftragte Planungsbüro „Werkstatt für Architektur & Städtebau“ (WAS) aus Kassel hatte dabei besonders das langjährige Engagement der Liebenauer Vereinsgemeinschaft für ein Veranstaltungshaus gelobt. „Dieses Engagement ist die beste Garantie dafür, dass das neue Kulturzentrum auch mit Leben gefüllt wird“, betonte der Landrat.

Es sei auch die Basis dafür, dass der zukünftige Betrieb gesichert ist. Bereits im Vorfeld hatte die Vereinsgemeinschaft, die die Scheune von der Stadt langfristig gepachtet hat, während der Bauphase und danach einen erheblichen Anteil von Eigenleistungen zugesichert. Schmidt: „Das ist ein tolles Beispiel für ein lebendiges Vereinsleben und das hat auch geholfen, die Kosten für den Umbau zu reduzieren“.

 

In der Kulturscheune sollen Theater, Konzerte, Workshops, Vorträge und Lesungen sowie Tanzveranstaltungen angeboten werden. Bereits heute finden in Liebenau regelmäßige Puppentheatervorführungen für Kinder und Veranstaltungen des Ecomuseums Reinhardswald statt. „Ich bin mir sicher, dass es gelingen wird, ein abwechslungsreiches und interessantes Programm zusammenzustellen“, so Schmidt weiter.

 

Für die neue Nutzung sind umfangreiche Umbaumaßnahmen erforderlich. Dazu gehören eine umfassende Wärmedämmung und eine neue Deckenbekleidung. Für die unterschiedlichsten Nutzungsvarianten wird beim Umbau auf eine gute Akustik, eine leistungsfähige Be- und Entlüftung, eine vielseitige Beleuchtung sowie auf Projektionsflächen und Internetzugänge geachtet. Wie für alle Veranstaltungsräume sind besondere Anforderungen an den Brandschutz gegeben. In der neuen Kulturscheune steht ein Saal mit rund 200 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, der auch unterteilt werden kann. Um keine Konkurrenz zur vorhandenen örtlichen Gastronomie zu schaffen, wird lediglich eine Theke mit Kühlmöglichkeit eingebaut. Selbstverständlich sind eine Garderobenfläche, sowie neue Toiletten und ein behindertengerechtes WC vorgesehen.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:


Kulturscheune Liebenau
Auf dem Foto schauen Landrat Uwe Schmidt (2. von rechts), Bürgermeister Peter Lange (2. von links vordere Reihe) und der Leiter des Amtes für den ländlichen Raum Christian Primus (mit Gitarre) zusammen mit den aktiven Liebenauer Bürgern in eine hoffnungsfrohe kulturelle Zukunft des Diemelstädtchens.


LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
http://www.landkreiskassel.de

presse-service.de Die Pressestelle Pressestelle LANDKREIS KASSEL ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.