Immenhausen/Espenau/Reinhardshagen.
Der Schuljahresbeginn ist für Schüler, Eltern und Schule eine besondere Zeit. An der Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen wurde der Schulbeginn in diesem Jahr erstmals für ein „geplantes Chaos“ genutzt. „Normalerweise bin ich hier nicht für das Chaos zuständig“, schmunzelt Anika Krug, Schulsozialarbeiterin an der Immenhäuser Gesamtschule, die zusammen mit Förderstufenleiter Michael Pohlmann und den in den neuen 5. Klassen eingesetzten Lehrkräften ein Chaosspiel konzipiert. Krug: „Mit dem Spiel sollten die Kinder ihre neue Schule besser kennen lernen“. In zwei Stunden mussten die Schüler der Klassen 5 etliche Aufgaben erledigen. Zum Programm gehörten beispielsweise die Suche nach dem Trainingsraum und das Herausfinden der die Öffnungszeiten der Stadt- und Schulbücherei. In kleinen Gruppen flitzen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Paten über den Schulhof, je mehr Aufträge die Mädchen und Jungen gelöst hatten, umso eifriger wurden sie. Am schnellsten konnten die Gruppen der Klasse G5a die gestellten Aufgaben erfüllen.
„Auf diese Weise wurden die Schülerinnen und Schüler spielerisch mit der neuen Schule vertraut gemacht und lernten zugleich die Klassenpaten - Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 und 9 - näher kennen“, informierte die Schulsozialarbeiterin.
Der aktuelle Jahrgang 5 der Freiherr-vom-Stein-Schule umfasst 112 Schüler aus den Grundschulen der Stadt Immenhausen sowie den Gemeinden Espenau und Reinhardshagen.
„Viel Neues hat sie erwartet, was gemeinsam mit den neuen Klassenlehrern und -lehrerinnen in der ersten Schulwoche bewältigt werden musste“, berichtet Schulsozialarbeiterin Krug. Neue Stundenpläne, neue Fächer, neue Räume, neue Regeln stürzten auf die „Kleinen“ ein.
Nachdem Krug die Schülerinnen und Schüler schon in ihren jeweiligen bisherigen 4. Klassen besucht und mit ihnen eine zweistündige Unterrichtseinheit zum Thema „Sicher in die neue Schule“ absolvierte hatte, war das gemeinsam mit den neuen Klassenlehrern entworfene „Chaosspiel“ ein gelungener Neuanfang in der neuen Schule.
Hintergrund:
Der Kreistag des Landkreises Kassel hatte im März 2005 ein Rahmenkonzept für Schulsozialarbeit und Kooperation von Jugendhilfe und Schule im Landkreis Kassel beschlossen. Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurde damit unter bestimmten Voraussetzungen an allen Schulen des Sekundarbereichs I sowie an Berufs und Grundschulen Schulsozialarbeit im Landkreis Kassel ermöglicht. Im Februar 2008 beschloss der Kreistag, dass die Schulsozialarbeit ausschließlich über die von den kreisangehörigen Kommunen an den Kreis abzuführende Schulumlage finanziert wird. Aktuell gibt es Schulsozialarbeit an 23 Schulen im Landkreis – die jeweiligen Schulsozialarbeiter sind entweder bei der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft (AGiL), den Gemeinden oder freien Trägern sowie in einem Fall beim Landkreis Kassel selbst beschäftigt. Die Kosten für die Schulsozialarbeit belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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