Kreis Unna - Presse und Kommunikation

14. Oktober 2009

RAA führt Berufsparcours für Schwerter SchülerInnen durch

„Probieren geht über studieren“

Kreis Unna. (PK) Die RAA Kreis Unna führt im Rahmen von „STÄRKEN vor Ort“ einen Berufsparcours mit SchülerInnen der Schwerter Förder-, Haupt- und Gesamtschulen durch. Er findet am 9. und 10. November in der Rohrmeisterei in Schwerte statt. Darauf weist die RAA Kreis Unna hin.

„STÄRKEN vor Ort“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird mitfinanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Jährlich stehen 80.000 € zur Verfügung, um durch so genannte Mikroprojekte die schulische, berufliche und soziale Integration von benachteiligten Jugendlichen und Frauen zu fördern, ein lokales Netzwerk aufzubauen und die Beteiligungschancen der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

In Haupt-, Förder- und Gesamtschulen ist der Anteil von MigrantInnen weit überrepräsentiert, außerdem verlassen sie doppelt so häufig die Schule ohne Abschluss wie ihre deutschen Mitschüler. Selbst bei gleich guten Schulnoten erhalten MigrantInnen deutlich seltener einen Ausbildungsplatz als andere SchülerInnen. Aber auch deutsche SchülerInnen können als AbgängerInnen von Förderschulen, ohne einen Hauptschulabschluss oder als Absolventen von Gesamtschulen sozial benachteiligt sein und schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Der Schülerparcours will einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.

Der Berufsparcours beinhaltet Module, die praktische Aufgaben aus 20 Berufen bereithalten. Für den Beruf des Elektronikers kann man „Kabel montieren,“ für Handwerksberufe Werkzeuge bestimmen, für Gastronomie-Berufe kann man „Tische eindecken“ - um nur einige Tätigkeiten zu nennen.

Durch praktisches Ausprobieren einzelner Aufgaben des Parcours soll eine Verbesserung der Berufsfindung erreicht werden. Das Erfahrungswissen ermöglicht den SchülerInnen, ihre eigenen beruflichen Stärken und Interessen herauszufinden.

Zur Nachbereitung werden in Kooperation mit den beteiligten Schulen Workshops zum Thema "Stärkenprofile" durchgeführt. SchülerInnen haben hier die Gelegenheit, ihre Stärken und Interessen unter fachkundiger Anleitung ein weiteres Mal zu reflektieren.

Selbstverständlich und besonders wichtig ist die enge Kooperation mit den LehrerInnen der beteiligten Schulen; damit sie den „Berufsparcours“ als ein Modul in ihr Konzept der Berufsorientierung einbinden können. Er kann auch eine gute Vorbereitung auf das schulische Praktikum sein.

Der geplante Elternabend bietet die Gelegenheit, das Angebot des Berufsparcours kennenzulernen. Eltern als wichtige Bezugspersonen für die Berufswahl können konkret am Stärkeprofil ihres Kindes mitarbeiten. Potentielle AnsprechpartnerInnen für die berufliche Orientierung und Lebensplanung stellen sich den Eltern persönlich vor .Sie bekommen Antworten auf ihre Fragen und wertvolle Tipps, wie sie ihrer Tochter bzw. ihrem Sohn bei der Berufswahl noch besser helfen können.


Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Constanze Rauert, Fon 02303 27-1013, E-Mail constanze.rauert@kreis-unna.de


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