| Pressemitteilung vom20. Oktober 2009
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Römer im Kreishaus - Limesausstellung gastiert in Kassel
Region Kassel. Der hessische Limes ist zu Gast im Kreishaus Kassel. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist die neue Wanderausstellung des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege zum UNESCO-Welterbe Limes in Hessen im Foyer des Kreishauses zu präsentieren“, informiert Landrat Uwe Schmidt. Die Volkshochschule Region Kassel habe „rund um die Ausstellung“ ein interessantes Vortragsprogramm organisiert, das sich mit dem Themenfeld „Römer und Germanen“ beschäftigt.
Die von der Abteilung Archäologie und Paläontologie des Landesamtes erarbeitete und aus 18 Tafeln bestehende Wanderausstellung wird am 26. Oktober 2009 um 18.00 Uhr im Foyer des Kreishauses Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, von Landrat Schmidt eröffnet. Der Limesbeauftragte der Landesarchäologie Thomas Becker wird zur Eröffnung eine fachliche Einführung in die Funktion und Bedeutung des Limes geben. Die Ausstellung ist bis zum 6. November 2009 im Foyer des Kreishauses zu sehen.
Umrahmt wird die Limesausstellung von einer Reihe von Vorträgen zur Geschichte von Römern und Germanen. Axel Schmitt beschäftigt sich am 29. Oktober ab 20.00 Uhr im Saal der Volkshochschule mit der Bedeutung der Varusschlacht für Rom und Germanien – am 5. November (ebenfalls um 20.00 Uhr) behandelt Schmitt in einem weiteren Vortrag die deutsche Nationalromantik im 19. Jahrhundert, für die der Mythos um die Varusschlacht eine wesentliche Rolle spielte.
Landrat a.D. Dr. Udo Schlitzberger und Egon Kühn vom Geschichtsverein Helsa präsentieren am 3. November ab 20.00 Uhr in VHS-Saal im Kreishaus Thesen zum römischen Einfluss zwischen Waldgirmes und Hedemünden.
Am 6. November stellt der Archäologe Dr. Jürgen Kneipp ab 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bad Emstal-Riede vor, wie aus den Chatten Hessen wurden. Für alle Vorträge wird jeweils eine Eintrittsgebühr von 4 Euro erhoben.
Hintergrund:
Vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christus trennte der Obergermanisch-Raetische-Limes als künstliche Grenze das Herrschaftsgebiet des Römischen Reiches von den germanischen Stämmen. Entlang der Außengrenzen der beiden Provinzen Germania superior und Raetia bildete er von Rheinbrohl am Rhein bis Eining an der Donau eine rund 550 Kilometer lange durchgehende Grenzmarkierung. Rund 900 Wachtposten und etwa 120 größere und kleinere Kastellplätze dienten zur Sicherung des Limes, dessen Verlauf vielfach keine Rücksicht auf die natürlichen Gegebenheiten nahm. Weite Teile des antiken Grenzsystems sind noch heute erhalten. Der Limes war keine unüberwindbare militärische Verteidigungsanlage, sondern er diente in erster Linie der Kontrolle des grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehrs.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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Römerkastell Saalburg
Auf dem Foto sieht man den Eingang der Saalburg (Fotocredit: Römerkastell Saalburg).
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