Magdeburg.
Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 26. Oktober 2009 hat das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt den Weiterbetrieb der Deponie Hängelsberge in Magdeburg-Ottersleben bis zum Jahr 2023 genehmigt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wurde auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, bei der im Ergebnis keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt festgestellt wurden.
Der Weiterbetrieb der Deponie bezieht sich auf die drei neuen insgesamt acht Hektar großen Teilfelder der Deponie. Diese wurden in den Jahren 1995 bis 2003 nach dem Stand der Technik mit Basisabdichtung, Sickerwasserfassung sowie Deponiegaserfassung und -verwertung errichtet.
Auch zukünftig werden die von der Deponie ausgehenden Emissionen, insbesondere Deponiegas und Sickerwasser, regelmäßig wie bisher gemessen und überwacht, um schädliche Umweltauswirkungen zu vermeiden.
Seit 2005 werden die meisten Abfälle aus den Haushalten der Stadt Magdeburg im Müllheizkraftwerk Rothensee thermisch behandelt. „Wir rechnen damit, dass in den kommenden Jahren nur noch ca. 15.000 Tonnen erdähnliche, mineralische Abfälle pro Jahr zur Ablagerung auf der Deponie anfallen“, so die Betriebsleiterin des Städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes Doris König.
Für den Wertstoffhof und die anderen betrieblichen Einrichtungen und Anlagen in Ottersleben wurde der unbefristete Weiterbetrieb genehmigt. Damit bleibt auch die Abgabemöglichkeit für Kleinmengen von Abfällen für die Magdeburgerinnen und Magdeburger erhalten.
„Der Weiterbetrieb der Deponie hat sowohl für die Wirtschaft der Landeshauptstadt Magdeburg als auch für die Gebührenzahler Vorteile“, freut sich der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz.