Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 26. November 2009

Botschafter der Republik Griechenland trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein

OB Dr. Lutz Trümper empfing S.E. Anastassios Kriekoukis

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus den Botschafter der Republik Griechenland S.E. Anastassios Kriekoukis. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.

 

S.E. Anastassios Kriekoukis weilt derzeit zu seinem Antrittsbesuch in Sachsen-Anhalt und Magdeburg. Neben einem Treffen mit dem Ministerpräsidenten und dem Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt nutzte der Botschafter seinen Besuch im Magdeburger Rathaus, um sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt einzutragen.

 

Der griechische Botschafter wurde 1948 in Athen geboren. Nach Abschluss seines Jurastudiums an der Universität Athen trat er im Jahr 1974 in den Diplomatischen Dienst seines Landes ein. Seither war er in verschiedenen Funktionen im griechischen Außenministerium und in Auslandsvertretungen Griechenlands tätig. So war er unter anderem von 1974 bis 1976 Botschaftsattaché im Außenministerium, 1976 bis 1980 Botschaftssekretär an der Griechischen Botschaft in Paris/Frankreich, 1980 bis 1984 Konsul von Griechenland in Rio de Janeiro/Brasilien, 1984 bis 1989 griechischer Generalkonsul in Dortmund/BRD, 1989 bis 1991 Leiter der Lateinamerika-Abteilung im Außenministerium in Athen, 1995 bis 1999 Botschafter von Griechenland in Georgien und von 2002 bis 2006 Botschafter Griechenlands bei der Ständigen Vertretung der Vereinten Nationen in Genf/Schweiz.

 

Seit dem 1. Oktober 2007 ist der 61-jährige Diplomat als Botschafter Griechenlands in der Bundesrepublik Deutschland akkreditiert. S.E. Anastassios Kriekoukis spricht neben Deutsch vier weitere Fremdsprachen. Neben seiner diplomatischen Tätigkeit ist er Autor zahlreicher Artikel und Essays zu juristischen Fragen und über moderne Malerei.

 

 

Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg

Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Es wurde unter Oberbürgermeister Hermann Beims eingerichtet. Die erste Eintragung erfolgte am 10. Mai 1931 durch die Mitglieder des damaligen Magistrats.

 

 

Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt.

 

Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder die sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.

 

Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher, Theo Weigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige und derzeitige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.

 

Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die Generalbundesanwältin Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde und Prof. Reinhold Krampitz sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.

 

In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg (z.B. nach dem Gewinn der Champions League 2002), der Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich und Sven Ottke und der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.

 

Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, die Telemann-Preisträger Prof. Dr. András Székely und Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a.D. Roland Wambeck sowie besonders engagierte Bürger wie der Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Siegfried Brosza und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg.




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