Landkreis Leer | Presseinformation

„Wir haben bereits viele Projekte für das Fehngebiet auf den Weg gebracht“

Lokale Aktionsgruppe Fehngebiet traf sich in Ihlow-Lübbertsfehn

14. Dezember 2009. Die Lokale Aktionsgruppe Fehngebiet traf sich vor kurzem in der Naturschutzstation in Ihlow-Lübbertsfehn, um sich über den aktuellen Sachstand der Entwicklung des Fehngebiets zu informieren. „Wir haben auch in dieser Förderperiode bereits wieder viele Projekte auf den Weg gebracht“, waren sich die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) einig.

So konnten innerhalb des Fehngebiets seit Anfang des vergangenen Jahres bereits diverse, von der Europäischen Union mitfinanzierte Projekte zur Schaffung touristischer Infrastruktur, von Angeboten zur Naherholung sowie zum Erhalt historischer Bausubstanz auf den Weg gebracht und teilweise bereits durchgeführt werden. Beispielsweise wurde in Remels ein Wohnmobilstellplatz auf dem Schützenplatz geschaffen und die Mühle instandgesetzt.

Insgesamt wurden seit 2008 rund 600.000 Euro an EU-Fördermitteln für die Region gebunden. Die Lokale Aktionsgruppe, die sich mehrheitlich aus Fachleuten aus den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz, Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Bildung, Kinder und Jugend sowie Vertretern der beteiligten Kommunen zusammensetzt, trifft dabei die Auswahl der zu fördernden Projekte. Die weitere Abwicklung, also die Bewilligung und Abrechnung der sogenannten Leader-Mittel, erfolgt durch die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Aurich. Hier besteht insoweit eine enge Kooperation zwischen GLL und der Lokalen Aktionsgruppe Fehngebiet.

Hintergrundinformation:

Das Fehngebiet umfasst Teile der Landkreise Leer (Hesel, Jümme, Uplengen, Rhauderfehn, Ostrhauder-fehn), Aurich (Großefehn, Wiesmoor, teilweise Ihlow), Ammerland (Apen) und Cloppenburg (Barßel).

Seit 1991 erprobt die EU mit der Gemeinschaftsinitiative LEADER einen gebietsbezogenen Ansatz zur Entwicklung des ländlichen Raumes. LEADER steht für "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Aktuell läuft die vierte EU-Förderphase. Das Fehngebiet hat - zumindest in Teilen - von Be-ginn an diesem Entwicklungsprozess mitgewirkt.

In der aktuellen EU-Förderperiode (2007 bis 2013) sind innerhalb Niedersachsens mit einem Wettbewerb 32 Regionen ausgewählt worden, in die in diesen Jahren jeweils zwei Millionen Euro an Fördermitteln fließen werden.

Grundlage der Anerkennung als LEADER-Region ist ein Regionales Entwicklungskonzept (REK). Beim Konzept für das Fehngebiet sind unter dem Motto „Brücken bauen, Horizonte erweitern“ Perspektiven für die Zukunft erarbeitet worden. Es knüpft dabei an die Erfolge der vergangenen Jahre an und erfasst Handlungsansätze, die in den kommenden Jahren dem Fehngebiet neue Impulse geben können. Dabei geht es zum Beispiel um Themen wie Tourismus, Demographischer Wandel, Landwirtschaft und Kultur-landschaft, Versorgung und Mobilität, Ehrenamt, Wirtschaft, Bildung und Arbeit.

Für weitere Informationen steht das Regionalmanagement, Andrea Sope, gerne zur Verfügung. Sie ist zu erreichen unter 0491/926-1701, per E-Mail unter Andrea.Sope@lkleer.de und persönlich in der Geschäftstelle der LAG Fehngebiet, die beim Amt für Wirtschaftsförderung des Landkreises Leer, Bergmannstraße 35 in 26789 Leer, angesiedelt ist.


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