Pressemitteilung vom15. Dezember 2009
Besseres ÖPNV-Angebot für Oberweser-Gemeinden
Oberweser/Wahlsburg.

„Anrufsammelverkehre sind flexibel einsetzbar, häufig eine kostengünstige Alternative zum Linienbus und werden von den Bürgern gut angenommen“, fasst Sonderfachdienstleiter Uwe Koch vom Landkreis Kassel die Vorteile von AST-Verkehren im Kreis Kassel zusammen. Dies habe auch das seit Dezember 2007 laufende AST-Angebot auf den Linien 194 und 195 des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) zwischen Bodenfelde und Uslar-Offensen beziehungsweise Oberweser-Gieselwerder und Hann. Münden gezeigt. „Die Linien haben sich bewährt und werden ab sofort attraktiver gestaltet“, berichtet Koch.

 

„Wir haben uns eine Angebotsverbesserung gewünscht, die durch eine gemeinsame Anstrengung jetzt auch im Fahrplan umgesetzt werden konnte“, ergänzt der Bürgermeister von Oberweser Rüdiger Henne. Neu im AST-Angebot der Linie 195 ist ein zusätzliches Fahrtangebot in der Woche am Vormittag. Das zusätzliche Anrufsammeltaxi startet Montags bis Freitags um 10.20 Uhr am Rathaus in Oberweser-Gieselwerder und ist um 10.40 Uhr an der Haltestelle Sandweg in Hann. Münden-Hemeln. Dort besteht Anschluss an den Linienbus nach Hann. Münden. Henne: „Damit besteht die Möglichkeit mit dem ÖPNV von Gieselwerder für Einkäufe und Besorgungen nach Hann. Münden und zurück zu kommen“. Auch am Samstag verbessert sich die Anbindung von Oberweser Richtung Hann. Münden. Hier gibt es ab sofort vier Fahrtangebote im Zwei-Stunden-Rhythmus zwischen 8.20 Uhr und 14.20 Uhr (Abfahrt Rathaus Gieselwerder) beziehungsweise 9.30 Uhr und 15.30 Uhr (Abfahrt Bahnhof Hann. Münden).

 

Für Wahlsburg verbessert sich die AST-Anbindung auf der Linie 194 am Samstag. „Durch die Einrichtung von vier Fahrten im Zwei-Stunden-Takt zwischen 8.00 Uhr und 14.00 Uhr haben wir jetzt den Einstieg für eine ÖPNV-Verbindung zwischen den Ortsteilen von Wahlsburg, Oberweser und nach Uslar beziehungsweise Bodenfelde“, betont der Wahlsburger Bürgermeister Jörg-Otto Quentin. Für Oberweser sei besonders die Anbindung zum Bahnhof Bodenfelde eine große Verbesserung, ergänzt Bürgermeister Henne: „Damit haben wir am Samstag Anschluss an die Züge der Linie 214“.

 

„Mit den zusätzlichen AST-Angeboten verbessert sich ein Stück Lebensqualität im ländlichen Raum“, ist sich Fachdienstleiter Koch sicher. Es sei eine der entscheidenden Fragestellungen bei der Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels, wie ein leistungsfähiger öffentlichen Personennahverkehr „in der Fläche“ sichergestellt werden kann. Gerade dort, wo kein RegioTram-Netz möglich ist, bieten Anrufsammeltaxis flexible und kostengünstige Lösungen für die ÖPNV-Anbindung.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels seien gerade Anrufsammelverkehre die Zukunft für den öffentlichen Nahverkehr in den ländlichen Räumen, so Koch weiter. Es sei nur schwer vermittelbar, wenn Steuergelder in den Einsatz von großen Busse fließen, die ohne Fahrgäste „über das Land“ fahren. Kleinbusse oder Taxis, die nur dann fahren, wenn sie auch wirklich gebraucht werden, seien da die weitaus bessere Alternative.

 

Positiv für Oberweser und Wahlsburg ist, dass die zusätzlichen Angebote vorerst ohne finanzielles Risiko für die Gemeinden bereitgestellt werden. „Wir warten ab, wie sich die neuen Angebote entwickeln und bei einer Finanzierungslücke müssen wir uns im Sommer 2010 zusammensetzen“, teilt Koch abschließend mit.

 

Die Fahrpläne für die Anrufsammelverkehre sind ganz normal im Fahrplanbuch des Nordhessischen Verkehrsverbundes oder im Internet (www.nvv.de) aufgeführt. Der Unterschied zum normalen Linienbus ist, dass man spätestens 30 Minuten vor Beginn der Fahrt bei der im jeweiligen Fahrplan angegebenen Nummer anrufen muss. Zu der im Fahrplan angegebenen Abfahrtszeit wird man dann vom Anrufsammeltaxi an der gewünschten Haltestelle abgeholt und zur angegebenen Zielhaltestelle gebracht. Außerdem wird für die Fahrt im AST ein Zuschlag von einem Euro erhoben.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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AST Oberweser
Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Jörg-Otto Quentin (Bürgermeister Wahlsburg), Rüdiger Henne (Bürgermeister Oberweser), Uwe Koch (Fachdienstleiter Landkreis Kassel), Torsten Ohlendorff (Busunternehmer), Manuela Schönbach und Zenon Orlowicz im AST-Oberweser.


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