Wolfhagen.
Eine weitere Straßenbaumaßnahme im Wolfhager Land ist abgeschlossen: Die Sanierung der Stützmauern und die Deckenerneuerung in der Wolfhager Ritterstraße (Kreisstraße 105). „Am 11. Mai hat die Sanierung der Stützmauern mit einer halbseitigen Sperrung der Straße begonnen und rechtzeitig vor Weihnachten ist die Straße jetzt wieder ohne Behinderungen befahrbar“, informiert Landrat Uwe Schmidt.
Zwischen Schützeberger Straße und Kleine Teichstraße wurden in den vergangenen sieben Monaten mehrere Mauerabschnitte auf einer Gesamtlänge von rund 160 Metern erneuert. „Es gab ja Diskussionen darüber, ob diese Sanierung notwendig war - aufgrund des teilweise schlechten Zustands der Mauern und einer Lotabweichung von bis zu 16 cm haben wir uns zusammen mit der Stadt Wolfhagen für die Mauersanierung entschieden“, so Schmidt weiter. Die Arbeiten wurden nach den entsprechenden Vorplanungen durch das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel von der Firma Gra-Bak aus Korbach ausgeführt.
Im Zuge der Sanierung wurden die vorhandenen Mauern in zwei neue Stützbauwerke mit unterschiedlicher Konstruktion umgewandelt. Die im tiefer gelegenen Teil der Ritterstraße entstandene Mauer wurde auf einer Länge von rund 60 Metern als Schwergewichtsmauer erstellt. Da hier die Möglichkeit bestand, die bisherige Straßenbreite zu verringern, wurde die neue Mauer vor die vorhandenen Stützmauern gestellt.
Schmidt: „Im oberen Teil der Ritterstraße wurde die alte Mauer auf einer Länge von rund 20 Metern abgerissen, die restlichen 60 Meter blieben stehen“.
Hier wurde eine insgesamt 80 Meter lange neue Stützmauer aus mit Natursteinen gefüllten Drahtgitterkörben, sogenannten Gabionen, vor der vorhandenen Mauer errichtet. Im mittleren Teil, im Bereich der kleinen Teichstraße ist eine rund 20 Meter lange auf Bohrpfählen aufgesetzte Stützmauer entstanden. „Die Breite des Weges konnte hier nicht verringert werden – daher wurde diese Sanierungsart gewählt“. An den Kosten für diesen mittleren Mauerteil hat sich die Stadt Wolfhagen beteiligt.
Da sich die Deckschicht der Kreisstraße ebenfalls in einem sanierungsbedürftigen Zustand befand, entschied sich der Kreis im September 2009 im Zuge der Baumaßnahmen eine Deckenerneuerung vornehmen zu lassen. Schmidt: „Sonst hätten wir in einem überschaubaren Zeitraum die Straße nochmals anfassen müssen – jetzt sind die Arbeiten in einem Rutsch und damit kostengünstiger für den Kreis sowie mit weniger Behinderungen für die Verkehrsteilnehmer erledigt“.
Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme und die damit zusammenhängende Planung betragen rund 585.000 Euro und werden vom Kreis und der Stadt Wolfhagen getragen. Stadt und Kreis erhalten Zuwendungen von Bund und Land in Höhe von 340.100 Euro – der Kreis steuerte rund 213.000 Euro aus seinem Haushalt bei. Auf die Stadt Wolfhagen entfielen rund 32.000 Euro.
Landrat Schmidt bedankt sich bei den Wolfhager Bürgern für die Geduld während der Bauarbeiten, „insbesondere für die Zeit der Vollsperrung Mitte November“. Ein Lob gibt es von der Kreisspitze auch an die Korbacher Baufirma, die Stadt Wolfhagen und das ASV Kassel für die gute Zusammenarbeit, sowie Bund und Land, die die entsprechenden Fördermittel zur Verfügung gestellt haben.
Mit der Fertigstellung der Ritterstraße seien größere Straßenbaumaßnahmen im Wolfhager Land vorerst abgeschlossen. „Im nächsten Jahr stehen eine Reihe von Baumaßnahmen in Schauenburg, bei Kaufungen, bei Ahnatal, rund um Calden sowie bei Hofgeismar an“, kündigt der Landrat auch für 2010 Straßenbauinvestitionen des Landkreises an.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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