Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 14. Januar 2010

OB Dr. Trümper ruft auf zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs 1945

Am kommenden Samstag jährt sich zum 65. Mal der Tag, an dem Magdeburg 1945 – wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges – in Schutt und Asche fiel. Der 16. Januar ist deshalb bis heute für die Magdeburgerinnen und Magdeburger ein Tag der Trauer und des Andenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. Alljährlich erinnern wir uns an den Gräbern der Männer, Frauen und Kinder auf dem Magdeburger Westfriedhof an die Zerstörung unserer Stadt und an das Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde.

 

Nie werden wir vergessen, was Krieg und Gewalt den Menschen zufügen können. Der 16. Januar ist uns deshalb auch in diesem Jahr Anlass, für ein Miteinander aller Menschen in Frieden und gegenseitiger Achtung zu werben. Im Gedenken an die Toten dürfen wir nicht vergessen, dass der Zweite Weltkrieg von deutschem Boden ausging. Der Krieg kam nach Deutschland zurück, Magdeburg teilt das Schicksal vieler Städte, die schwer zerstört wurden, in denen Tausende Menschen ihr Leben verloren.

 

Daran wollen wir uns gemeinsam bei der zentralen Gedenkfeier für die Opfer der Zerstörung unserer Stadt am 16. Januar 1945 erinnern. Ich lade alle Magdeburgerinnen und Magdeburger ein, mit ihrer Teilnahme an dieser Gedenkfeier am kommenden Samstag um 11.00 Uhr auf dem Westfriedhof die Erinnerung an das unermessliche Leid und die schweren Verluste, die unsere Stadt vor 65 Jahren hinnehmen musste, wach zu halten.

 

Unser Erinnern soll zugleich getragen sein von dem Willen, die Erhaltung des Friedens überall auf der Welt zu unterstützen sowie Demokratie und Menschenrechte zu stärken, damit Hass und Gewalt keine Chance haben. Ich bitte Sie, dieses Anliegen zu unterstützen und Gesicht zu zeigen – mit Ihrer Teilnahme an der Gedenkveranstaltung auf dem Westfriedhof und mit Ihrem Besuch der „Meile der Demokratie“ am kommenden Samstag von 12.00 bis 18.00 Uhr auf dem Breiten Weg im Herzen unserer Stadt. Dort erwartet Sie ein buntes Programm mit Musik, Theater, Sport und Spiel für die ganze Familie sowie Diskussionen und Talks auf vier Bühnen und an zahlreichen Aktionsständen.    

 

 

 

Dr. Lutz Trümper

Oberbürgermeister

 

 

 

Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 2009, 11:00 Uhr, Gedenkstätte Westfriedhof

 

 

Ort:                  Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffes vom 16.Januar 1945 –

Westfriedhof

Treffpunkt:       Kapelle

Uhrzeit:            11:00 Uhr

 

Ablauf:

11:00 Uhr        gemeinsamer Gang aller Teilnehmer in Richtung Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffes vom 16. Januar 1945

 

Am Rondell am Kastanienweg vor den Soldatengräbern des 2. Weltkrieges

werden die Kränze aufgenommen.

Danach erfolgt der Schweigemarsch zur Gedenkstätte.

 

ca. 11:10 Uhr   Ablegen der Kränze

 

Ansprache

                        Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper
                                  

Totengedenken
Landtagspräsident Dieter Steinecke MdL

Vorsitzender des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V.  Landesverband Sachsen Anhalt

 

Schweigeminute

 

Gebet

Vertreter des Kirchenkreises Magdeburg der evangelischen Kirche

 

 

Gedenkveranstaltungen am Abend

 

Am Abend des 16. Januar finden zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkrieges statt.

 

 

Gedenkkonzert im Kloster Unser Lieben Frauen

 

Das alljährliche Gedenkkonzert anlässlich der Zerstörung Magdeburgs 1945 am 16. Januar wird in diesem Jahr in der Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“ vom Titularorganisten am Kloster Unser Lieben Frauen, Prof. Arvid Gast aus Lübeck, gestaltet. Er beginnt diese erinnerungsträchtige Veranstaltung um 20.15 Uhr mit Dieterich Buxtehudes „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und lässt Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Reger und Georg Böhm folgen. Buxtehudes Interpretation des Trauerliedes „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ ist eigentlich als geistliches Brautlied von Philipp Nicolai verfasst worden. Bachs Kantate BWV 1 mit gleichnamigem Titel ist jedoch um Vieles bekannter und die wohl berühmteste Bearbeitung dieser Melodie.

 

Wie in jedem Jahr klingt das Konzert um 21.28 Uhr aus, wenn in ganz Magdeburg die Glocken zum Gedenken an den fürchterlichen Bombenangriff vor nunmehr 65 Jahren erinnern. Damals wurde die Altstadt mit ihren 15 Kirchen zu etwa 90 % durch einen Luftangriff zerstört, und auch die Marienkirche des Klosters Unser Lieben Frauen, die heutige Konzerthalle „Georg Philipp Telemann“, fiel den Bomben zum Opfer.

 

Die Abendkasse im Kloster ist ab 19.00 Uhr besetzt.

 

 

Gedenkkonzert im Opernhaus

Im traditionellen Gedenkkonzert zum 16. Jan. erklingt auch in diesem Jahr unter dem Motto  »Für eine friedliche Welt« Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9-d-Moll (mit dem Schlusschor nach Schillers »Ode an die Freude«).

 

Die Solisten des Abends sind Anita Bader (Sopran), Lisa Wedekind (Alt), Benjamin Bruns (Tenor), Martin-Jan Nijhof (Bass). Es musizieren der Opernchor, die Magdeburger Singakademie, der Magdeburger Kantatenchor und die Magdeburgische Philharmonie unter der Leitung von Jan Michael Horstmann. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr, ist aber bereits ausverkauft.




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