19. Januar 2010
31 Betten für Lungen- und Bronchialheilkunde
Viersen - Die Pneumologische Fachabteilung hat jetzt im Allgemeinen Krankenhaus Viersen (AKH) eine neue Station in Betrieb genommen: 31 Betten stehen für die Versorgung der Patienten aus dem Bereich der Lungen- und Bronchialheilkunde bereit. "Mit der Eröffnung der Station haben wir einen großen Fortschritt bei der Etablierung des Pneumologischen Schwerpunktes am AKH Viersen erreicht", sagte Dr. Karsten Woelke, Chefarzt in der Klinik für allgemeine innere Medizin und Pneumologie. "Neben den bereits erfolgten Verbesserungen bei der Diagnostik von Lungenkrankheiten haben wir nun auch die Therapie sowie die Pflege und Unterbringung dieser Patienten gesteigert."
Von den 31 Betten verfügen 25 über eine eigene Sauerstoff-Versorgung, damit neben Inhalationstherapien auch Sauerstoffgaben direkt in den Zimmern durchgeführt werden können. Dazu gibt es Infektionsbetten für ansteckende Lungenerkrankungen. Außerdem wurden die Bedürfnisse der Chemotherapie berücksichtigt. Die Station ist nun noch enger an die Endoskopie-Abteilung angebunden. Dadurch werden zum Beispiel Lungen- oder Bronchienspiegelungen erleichtert.
Neben Lungenerkrankungen wie Asthma, Rippenfell- oder Lungenentzündungen werden in der Pneumologischen Fachabteilung vor allem das Bronchialkarzinom und die so genannte COPD, also Lungenerkrankungen, die eine dauerhafte Verengung der Atemwege zur Folge haben, behandelt. "Diese beiden Krankheitsbilder haben in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen", so Woelke. "Sie zählen zu den bedrohlichsten Erkrankungen, bei denen nur bei frühzeitiger Diagnose und Therapie überhaupt eine Heilungschance besteht."
Seit seinem Dienstantritt als Chefarzt im Oktober 2009 wendet Woelke auch eine neue Diagnosemethode im AKH Viersen ein. Der so genannte endobronchiale Ultraschall soll eine frühere Diagnose möglich machen. "An der Spitze des Bronchoskopes ist zusätzlich ein Ultraschallkopf", beschreibt er das Verfahren. So können die Atemwege gespiegelt und gleichzeitig eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Außerdem kann bei dieser Untersuchung direkt eine Gewebeprobe entnommen werden. "So können wir feststellen, ob Lymphknoten befallen sind und in welchem Stadium sich der Krebs befindet", berichtet der Chefarzt.
www.akh-viersen.de
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Woelke, Dr. Karsten
Chefarzt in der Klinik für allgemeine innere Medizin und Pneumologie des Allgemeinen Krankenhauses Viersen (AKH).
Foto: Alois Müller - Abdruck honorarfrei
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