Pressemitteilung vom27. Januar 2010
Schmidt: „Schwerter zu Pflugscharen und Panzerhallen zu Schulräumen“
Wolfhagen.

Ein besonderes Beispiel für Bildungskonversion besuchte Landrat Uwe Schmidt in der ehemaligen Pommernkaserne in Wolfhagen: Den neuen Standort der kreiseigenen Herwig-Blankertz-Berufsschule. „In den Hochzeiten der Friedensbewegung galt der Slogan, Schwerter zu Pflugscharen umzufunktionieren – in der Panzerhalle der ehemaligen Pommernkaserne ist jetzt ein hochmoderner Berufsschulstandort entstanden“, wies Schmidt auf die Besonderheit der Nutzung des Kasernenstandorts durch eine Berufsschule hin.

Im Oktober 2006 sei es noch eine „konkrete Vision“ des damaligen Landrats Dr. Udo Schlitzberger gewesen, die jetzt Realität geworden ist. „Zuerst wurde die Idee, die zur Sanierung anstehende Herwig-Blankertz-Berufsschule in die ehemalige Pommern-Kaserne zu verlagern, statt sie am bisherigen Standort zu modernisieren, von vielen eher kritisch betrachtet“, so Landrat Schmidt weiter.

Da jedoch Schulleiter Karl Völksen der Idee offen gegenüberstand und die errechneten Kosten für die Alternative Pommern-Kaserne unter einer Sanierung am alten Standort blieben, hatte der Kreistag am 21. Februar 2008 dieser Lösung zugestimmt. Schmidt: „Von Vorteil war, dass wir hier bestehende Bausubstanz für eine intelligente architektonische Lösung des Kasseler Architekturbüros HHS nutzen können und die Schule genügend Entwicklungsperspektiven besitzt“. Die Nutzung vorhandener Bausubstanz wie der Panzerhalle habe den Vorteil, dass zum einen sehr flexibel auf die Wünsche der Schule eingegangen werden kann und zum anderen die rund 4000 m² große Dachfläche für Fotovoltaik-Nutzung genutzt werden konnte. „Bereits seit Ende 2008 wird hier Solarstrom erzeugt“, informiert Schmidt.

 

Mit dem Bau der neuen Berufsschule war im August 2008 begonnen worden – die Arbeiten konnten Ende Oktober 2009 weitgehend abgeschlossen werden. Die Arbeiten an den Außenanlagen sind noch im Gang. Der Umzug der Schule soll zum Schuljahresbeginn 2010/2011 im August abgeschlossen sein.

„Wie bei den anderen ÖPP-Bauprojekten im Kreis konnte wieder weit über 70 Prozent der Aufträge in der Region bleiben“, teilte der Landrat mit. Damit habe sich der Ansatz, in schwierigen Auftragszeiten für die lokale Bauwirtschaft und die regionalen Handwerksbetriebe mit einem öffentlichen lokalen Konjunkturprogramm gegenzusteuern im vollem Umfang umsetzen lassen.

 

Die neue Berufsschule nutzt fünf Gebäude der ehemaligen Kaserne. „Der Bereich Wirtschaft wird in den ehemaligen Panzerunterstand einziehen“, erläutert Schmidt. Dazu wurde die Halle unter Einbeziehung der vorhandenen Trägerstruktur zur Solarhalle mit lichtdurchlässigem Photovoltaikdach umgebaut. In die Halle wurden die Klassenräume pavillonartig eingebaut. Die Metall-, KfZ- und Holzwerkstätten werden in die vorhandenen Werkstattgebäude einziehen. Dazu wurden die Gebäude „behutsam umgebaut“. Für die Schulverwaltung wurde das ehemalige Verwaltungs- und Unterkunftsgebäude baulich angepasst – für Teile des Fachbereichs Wirtschaft ein weiteres Kasernengebäude saniert. Das ehemalige Kasino der Kaserne wird die Mensa, die Aula sowie Teile der Ernährungsausbildung aufnehmen und über einen Campus mit dem Rest der Schule verbunden. Schmidt: „Das Konzept ist offen angelegt, so dass Bestands- und Erweiterungsbauten weitere Bildungseinrichtungen und –nutzungen aufnehmen können“. Für den Schulneubau waren rund 17,3 Millionen eingeplant. „Die Schlussabrechnung liegt zwar noch nicht vor, aber alle Zwischenfinanzplanungen lagen voll im vorgegebenen Rahmen“, zeigte sich Schmidt abschließend zuversichtlich, dass die Kostenvorgabe auch eingehalten werden kann.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Herwig-Blankertz-Schule Wolfhagen
Auf dem Foto freuen sich von links nach rechts Schulleiter Karl Völksen, Landrat Uwe Schmidt, Ralf Franke (Leites des Kreisfachbereichs Schulen und Bauwesen), Anne Blumenstein (Gesellschaft für Kommunalbau Hessen-Thüringen), Gerhard Greiner (Hegger Hegger Schleif Planer und Architekten AG Kassel) und Jürgen Happe (Gesellschaft für Kommunalbau Hessen-Thüringen).


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