Wolfhagen.
Die Dorferneuerung im Wolfhager Stadtteil Wenigenhasungen startet mit dem Ausbau des Fußwegs entlang des Linsebaches. „Damit kann die erste bauliche Maßnahme in Wenigenhasungen anfangen“, betont der Leiter des Amtes für den ländlichen Raum Christian Primus bei einem Besuch im Dorfgemeinschaftshaus.
Der Fußweg am Linsebach zwischen der Langen Straße und dem Erpeweg ist in einem schadhaften Zustand. Primus: „Der Weg verbindet den Ortskern von Wenigenhasungen mit dem Erpetalschule und wird von vielen Fußgängern benutzt – daher hat sich der Arbeitskreis Dorferneuerung dafür entschieden, die Erneuerung dieser Fußwegeverbindung in das Maßnahmenpaket aufzunehmen“. Der Weg werde auf rund 120 Metern erneuert – weitere 75 Meter waren bereits vor einigen Jahren von der Stadt Wolfhagen saniert worden. In den letzten Jahren war der Weg durch Frostschäden und durch das Wurzelwachstum der am Weg stehenden Bäume stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch an der Brücke über die Erpe, die zum Weg gehört, „hat der Zahn der Zeit genagt“, so der Amtsleiter weiter. Das Brückenbauwerk und die Geländer werden daher miterneuert. Der Arbeitskreis Dorferneuerung habe sich für ein Öko-Pflaster für den Fußweg entschieden, das auch die Entwässerung erleichtert. Ungefähr in der Mitte des Weges werde eine Bank aufgestellt, von der man gut den Linsebach sehen kann. Primus: „Auch an die Sicherheit wird gedacht – der Weg erhält eine durchgehende Beleuchtung mit Energiesparleuchten“. Die Kosten für die Baumaßnahme betragen rund 64.000 Euro. 50 Prozent davon werden aus Bundesmitteln bezuschusst, weitere 6.400 Euro übernimmt das Land. Den Restbetrag von rund 26.000 Euro stellt die Stadt Wolfhagen zur Verfügung.
„Der Fußweg am Linsebach, der ja die unterschiedlichsten Bezeichnungen in Wenigenhasungen hat, ist der Auftakt der noch bis zum Jahr 2016 laufenden Dorferneuerung. Die weiteren Maßnahmen werden im Arbeitskreis besprochen – hier steht insbesondere noch die Entscheidung über die Hauptmaßnahme aus“, informiert Primus. Der Schwerpunkt der Investitionen werde allerdings sicherlich in der Weiterentwicklung der Dorfmitte zum Dorfzentrum liegen.
Klar ist allerdings, wo der erste Eco Pfad in Wolfhagen verläuft. Dieses nicht Wenigenhasungen betreffende Projekt wurde am Rande des Dorferneuerungs-Termins vorgestellt. Der rund acht Kilometer lange Eco Pfad Archäologie „Bonifatiusweg“ soll vom Bahnhof Wolfhagen über den Judenbrunnen und die Wüstung Langel nach Elmarshausen führen. Von dort geht die Wegführung weiter zum Schützeberg als mehrfachen Höhepunkt der Strecke. „Zum einen hat man von hier aus einen schönen Blick ins Wolfhager Land, zum anderen ist der Schützeberg als Standort der Erzpriesterkirche das bedeutendste archäologische Denkmal auf dem Eco Pfad“, erläutert Primus. Der Bonifatiusweg führt vom Schützeberg über die Papiermühle Scheuermann zur Vertriebengedenkstätte am Ofenberg und zurück zum Bahnhof Wolfhagen. „Der Geschichtsverein Wolfhagen hat seit 2008 an der Wegführung gearbeitet und jetzt stehen auch die erforderlichen Mittel für die acht geplanten Informationstafeln zur Verfügung“, teilt der Amtsleiter mit. Die Gestaltung des Eco Pfades Archäologie kostet rund 19.000 Euro, die Stadt Wolfhagen erhält hierfür einen Zuschuss in Höhe von knapp 9.600 Euro aus Landesmitteln.
Im Wolfhager Land gibt es bereits einen Eco Pfad Archäologie am Hohen Dörnberg, der sich großer Beliebtheit erfreut. Hier ist zurzeit eine Hörführung in Arbeit – diese Hörführungen sollen für alle fertiggestellten Eco Pfade erstellt werden. Weitere Eco Pfade im Wolfhager Land sind im Zierenberger Stadtteil Burghasungen, in Naumburg sowie in Habichtswald geplant.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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