Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 23. Februar 2010

Nächster Abschnitt für 2. Nord-Süd-Trasse der MVB soll bis 2012 in der Wiener Straße realisiert werden

Stadtrat entscheidet über Planfeststellungsverfahren

Bis 2012 soll in der Wiener Straße der 2. Bauabschnitt der 2. Nord-Süd-Trasse für die Straßenbahn der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH (MVB) realisiert werden. Die Maßnahme umfasst den Neubau einer rund 980 m langen, zweigleisigen Strecke zwischen der Halberstädter Straße und der Leipziger Straße sowie den teilweisen Neubau der Fahrbahnen und Nebenanlagen. Über die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens entscheidet der Stadtrat. Die Anwohner werden am Planungsprozess beteiligt.

 

"Die Stadtverwaltung hat die Vorplanungen für den Bauabschnitt Wiener Straße jetzt beendet", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Der nächste Schritt ist die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens. Dieser Planungsprozess wird offen und transparent gestaltet. Dazu gehört auch eine  Bürgerinformationsveranstaltung, zu der die Stadtverwaltung und die MVB in den kommenden Wochen einladen werden."

 

Straßenbahn

Die Straßenbahngleise sollen in der Mitte der Wiener Straße auf einem separaten Bahnkörper verlaufen. Im Zuge des Neubaus ist geplant, das vorhandene Gleisdreieck an der Einmündung Südring/Halberstädter Straße größtenteils neu zu bauen. Am Knotenpunkt Wiener Straße/Leipziger Straße ist der Bau eines Gleisdreiecks vorgesehen, das eine mögliche Erweiterung in Richtung Raiffeisenstraße berücksichtigt.

 

Zur Planung gehört auch die neue, beidseitige Haltestelle "Hertzstraße". Außerdem soll in Fahrtrichtung Halberstädter Straße die Haltestelle "Südring" gebaut werden. Geplant ist außerdem, alle Bahnsteige barrierefrei zu gestalten und mit dynamischen Fahrgastinformationssystemen zu versehen. Die Bushaltestelle "Raiffeisenstraße" soll von der Wiener Straße in die Raiffeisenstraße verlegt werden.

 

Fahrbahn und Nebenanlagen

Für die Strukturierung des Straßenraumes wurden in der Vorplanung zwei Varianten untersucht. Die beiden Varianten unterscheiden sich durch die unterschiedliche Ausbildung der Fahrbahn und Seitenräume zwischen der Einmündung Cochstedter Straße und dem Knotenpunkt Leipziger Straße.

 

Bei beiden Planungsvarianten beginnt in Fahrtrichtung Halberstädter Straße der dritte Fahrstreifen hinter der Auffahrt zum Magdeburger Ring. In Fahrtrichtung Leipziger Straße sind zwischen Halberstädter Straße und Cochstedter Straße zwei Fahrstreifen geplant.

Aufgrund der geänderten Seitenausdehnung sehen beide Planungsvarianten die Erneuerung der nördlichen Nebenanlagen mit einem 0,75 Meter breiten Sicherheitsstreifen, einem 1,50 Meter breiten Radweg und einem anschließendem Gehweg mit einer Breite von 2,25 Metern vor. Im Bereich der Unterführung des Magdeburger Ringes verringert sich die Gehwegbreite auf minimal zwei Meter. Die südlichen Nebenanlagen bleiben in diesem Bereich erhalten. Die nördlichen Nebenanlagen werden im gesamten Bauabschnitt erneuert. Die vorhandene Fußgängerampel an der Einmündung der Innsbrucker Straße soll umgerüstet werden.

 

Im Zuge der Maßnahme beider Varianten sind – sofern notwendig – auch die Erneuerung vorhandener Lichtsignalanlagen und Straßenbeleuchtungen, die teilweise Um- und Neuverlegung von Leitungen sowie die Erneuerung der Brücke über die Klinke geplant.

 

Variante 1

In der von der Stadtverwaltung favorisierten Variante 1 erhält die nördliche Richtungsfahrbahn einen 3,50 Meter breiten durchgehenden Fahrstreifen. Im Bereich der südlichen Einmündungen Cochstedter Straße, Hecklinger Straße und Innsbrucker Straße ist jeweils ein zusätzlicher Linksabbiegestreifen vorgesehen. Durch die Anordnung von Linksabbiegestreifen an den Einmündungen ist es möglich, die notwendige Signalisierung der Straßenbahnquerung nach Fahrtrichtungen zu trennen. Dadurch können alle bisherigen Abbiegemöglichkeiten erhalten bleiben. Die südliche Richtungsfahrbahn erhält bei dieser Variante ebenfalls an den nördlich einmündenden Straßen Linksabbiegestreifen.

 

Entsprechend dem Bestand der vorhandenen südlichen Nebenanlagen sind auch auf der nördlichen Fahrbahnseite zwei Meter breite Längsparkbuchten vorgesehen. Die Variante sieht außerdem einen anschließenden zwei Meter breiten Streifen vor, der den Radweg von den Parkbuchten trennt. Die geplante Anordnung der Bäume hinter und nicht zwischen den Parkbuchten lässt die Möglichkeit offen, die Wiener Straße bei Bedarf in diesem Bereich zweispurig zu nutzen.

 

Hinter dem Trennstreifen folgen in dieser Variante ein 1,5 Meter breiter Radweg sowie ein Gehweg mit einer Breite von 2,5 Meter. Im östlichen Bereich der Wiener Straße, zwischen der Innsbrucker Straße und der Leipziger Straße, ist die Nebenanlage so breit konzipiert, dass hinter dem Gehweg ein Grünstreifen angeordnet werden kann, der ebenfalls Bäume vorsieht.

 

Variante 2

Die zweite Variante beinhaltet für die nördliche Richtung eine durchgehende sechs Meter breite Fahrbahn. Davon sind 3,5 Meter für den fließenden Verkehr gedacht. Die übrigen 2,5 Meter sind in dieser Variante durch eine Markierung für das Längsparken vorgesehen. Bei Bedarf könnte die nördliche Richtungsfahrbahn für den Fahrzeugverkehr aber durchgehend zweispurig genutzt werden. An die Fahrbahn schließen sich in dieser Planungsvariante ein zwei Meter breiter Grünstreifen, ein 1,5 Meter breiter Radweg sowie ein mindestens drei Meter breiter Gehweg an. Zwischen der Einmündung Hertzstraße und der Zufahrt zur Schule verringert sich die Gehwegbreite auf 1,32 Meter, was jedoch deutlich unter der geforderten Mindestbreite von zwei Metern liegt.

 

Für die Einmündungen Cochstedter Straße, Hecklinger Straße, Hertzstraße und Emanuel-Larisch-Weg wird in dieser Variante der Bahnkörper nicht unterbrochen, so dass diese Einmündungen nur über die folgenden Knotenpunkte erreichbar wären. Dies würde jedoch zu Umwegen für den Fahrzeugverkehr von bis zu 350 Metern führen.

 

Die Stadtverwaltung und die MVB favorisieren die Variante 1, weil dabei bisherige Linksabbiegemöglichkeiten in der Wiener Straße erhalten bleiben, die Gestaltung des Straßenraumes durch Auswahl nahezu gleicher Elemente und Befestigungen in den Nebenanlagen auf beiden Seiten der Fahrbahn einheitlich erfolgen kann und die Leistungsfähigkeit der Straße auch für die Zukunft gegeben ist.

 

Über die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den 2. Bauabschnitt der 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn entscheidet der Stadtrat voraussichtlich im April. Zuvor wird die Beschlussvorlage der Verwaltung in den zuständigen Ausschüssen beraten.




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
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