Pressemitteilung vom24. Februar 2010
Bereichsplan für Rettungsdienst neu aufgelegt – Stadt und Kreis beschließen Verbesserungen
Region Kassel.

Der für Stadt und Landkreis Kassel geltende Bereichsplan für den Rettungsdienst wird neu aufgelegt. „Mit der Fortschreibung des aus dem Jahr 2006 stammenden Bereichsplans wollen wir unser Ziel, in Stadt und Landkreis Kassel schneller Hilfe leisten zu können, besser erreichen“, informiert der Kasseler Bürgermeister Jürgen Kaiser bei der Vorstellung des neuen Bereichsplanes. Nach den Vorgaben des Hessischen Rettungsdienstgesetzes müssen im Notfall Notärzte innerhalb von 10 Minuten am Einsatzort eintreffen. „Wir haben für die ersten sieben Monate des letzten Jahres die Hilfsfristen in Stadt und Landkreis überprüft und konnten feststellen, dass die gesetzliche Frist in 77 Prozent aller Fälle eingehalten wird“, berichtet Vizelandrätin Susanne Selbert. In 93,5 Prozent der Fälle war der Notarzt nach weiteren fünf Minuten am Einsatzort.

 

Die 77-Prozent-Quote ist nach Einschätzung von Bürgermeister und Vizelandrätin dringend verbesserungsbedürftig. „Daher haben wir in den neuen Bereichsplan eine Reihe von Maßnahmen eingearbeitet“, betonen Kaiser und Selbert. Zum einen werden im Kasseler Stadtteil Bettenhausen, in Vellmar und in Kaufungen insgesamt drei neue Rettungswachen eingerichtet. Damit reagieren Stadt und Kreis auf Problembereiche im Kasseler Osten und im Ostteil des Landkreises. Kaiser: „Die Auswertung der überprüften Hilfsfristen zeigt, dass wir hier Handlungsbedarf haben“.

Nachdem der Magistrat der Stadt Kassel und der Kreisausschuss des Landkreises dem neuen Bereichsplan zugestimmt haben, werde die Besetzung der zwei zusätzlichen Rettungswachen in Bettenhausen und Vellmar ausgeschrieben – die neue Rettungswache Kaufungen wird von der vom Arbeiter-Samariter-Bund betriebenen Rettungswache Lohfelden mitübernommen.

„Hier konnten wir eine Optimierung der Rettungsmittel erreichen und so auf eine Neuausschreibung verzichten“, begründet Selbert das Vorgehen.

 

Auch im Kasseler Westen gibt es eine Neuerung: „Für den westlichen Bereich der Stadt richten wir ein weiteres Notarztsystem ein“, erläutert Bürgermeister Kaiser. Hier werde auf die gestiegene Zahl der Einsätze im Kasseler Westen reagiert. Die notärztliche Versorgung in der Region Kassel erfolgt durch das Klinikum Kassel, das Elisabeth-Krankenhaus Kassel, die Kreiskliniken Hofgeismar und Wolfhagen, sowie den am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel stationierten Rettungshubschrauber Christoph 7.

 

Als weitere Verbesserungsmaßnahme kündigen Kaiser und Selbert den Einsatz von sechs zusätzlichen Rettungsfahrzeugen an. Damit können die Zeiten der Bereitstellung von Einsatzfahrzeugen um rund 40.000 Stunden auf jetzt 220.000 erhöht werden, so Bürgermeister und Vizelandrätin weiter.

 

Durch den neuen Bereichsplan für den Rettungsdienstbereich Stadt und Landkreis Kassel, der ab 1. April 2010 in Kraft treten soll, entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von drei Millionen Euro. In Stadt und Kreis werden damit zukünftig insgesamt rund 18 Millionen Euro für den Rettungsdienst ausgeben. Diese Kosten werden von den Krankenkassen getragen. 



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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