Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 08. März 2010

Neuer Deichzugang entsteht vom Puppendorfer Weg zum Umflutkanal

Land fördert Hochwasserschutz

Magdeburg.

 

Der Weg vom Puppendorfer Weg/Gübser Weg zum Umflutkanal wird ab 2011 als Deichzuwegung ausgebaut. Einen entsprechenden Förderbescheid des Landes Sachsen-Anhalt nahm Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute von Dr. Herrmann Onko Aikens , Minister für Landwirtschaft und Umwelt entgegen. 

 

Zwischen der Bundesstraße B1 (Deich-km 2,1) und dem Zipkeleber Siel (Deich-km 5,8) ist auf einer Länge von 3,7 km derzeit keine Zuwegung zum linken Deich des Umflutkanals vorhanden. Der Deich ist in diesem Abschnitt jedoch von immenser Bedeutung für die Landeshauptstadt Magdeburg. „Ein Versagen der Schutzeinrichtungen in diesem Bereich stellt für die angrenzenden Siedlungen eine akute Gefahr dar“, erläutert Magdeburgs OB Dr. Lutz Trümper. Betroffen sind hier zahlreiche Eigenheim- und Mehrfamilienhäuser von über 35.000 Einwohnern sowie diverse Gewerbebetriebe. „Es ist deshalb unbedingt erforderlich, für diesen Deichabschnitt eine belastbare Deichzuwegung zu schaffen, die im Falle einer Havarie am Deich mit schwerer Technik befahren werden kann, um Material und Hilfspersonal sicher in die Nähe des Gefahrenbereichs zu transportieren.“

Um die Lücke der Deichverteidigung zu schließen, stellte die Landeshauptstadt am 7. Sept. 2009 einen Antrag auf Gewährung von Zuwendungen auf der Grundlage des Zukunftsinvestitionsgesetzes im Geschäftsbereich des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt im Rahmen des Programmes „Kommunaler Hochwasserschutz“.

Der geplante Weg zum Deich soll im Bereich Neu Grüneberg ausgebaut werden. Mit Anbindung an den Gübser Weg verläuft dort bereits ein ca. 1.400 m langer, unbefestigter Weg in östliche Richtung. Die Zuwegung zum Deich wird als Betonspurbahn hergestellt und lehnt sich an die vorhandene Wegeführung an. Die verkehrliche Anbindung erfolgt über die bestehenden Wegebeziehungen mit Anschluss an den Gübser Weg. Am östlichen Bauende bindet der Weg an die bestehende befestigte Deichüberfahrt an.

Die erforderlichen Bauarbeiten sind für 2011 vorgesehen. Die Gesamtkosten für diese Investitionsmaßnahme belaufen sich auf ca. 399.300 €, wovon ca. 349.400 € als Bundes- und Landesfördermittel bereitgestellt werden.

 

 

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper bedankte sich bei Sachsen-Anhalts Minister für Landwirtschaft und Umwelt für die Bereitstellung von Fördermitteln: „Der Schutz vor Hochwassergefahren ist nicht erst seit dem Jahrhunderthochwasser 2002 ein wichtiger Schwerpunkt kommunaler Daseinsvorsorge. Ich möchte dem Land ausdrücklich dafür danken, dass die gute Zusammenarbeit auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren dazu geführt hat, dass die Vorsorge nachhaltig verbessert werden konnte. Mit der neuen Zuwegung zum Deich wird eine weitere Lücke geschlossen. Im Rahmen der Gefahrenabwehr ist dies ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung und zum Schutz der angrenzenden Stadtteile Berliner Chaussee, Puppendorf und Neu Grüneberg.“

 

Die Landeshauptstadt hat seit 2002 erhebliche Anstregungen unternommen, um den Hochwasserschutz v.a. in den ostelbischen Stadtgebieten zu verbessern. Dazu gehören u.a.

 

- 6 Deichzuwegungen im Bereich Pechau/Randau,

die 2004 angelegt wurden

Kosten: 1,03 Mio € (100%ige Förderung des Landes

aus EU-Fördermitteln)

 

- eine Deichzuwegung im Bereich der Kreuzhorst

(Kastanienallee/Gerader Gang), angelegt 2008

Kosten: 415.000 € (Mittel aus dem städtischenHaushalt)

 

- 2006/2007: Ausbau des Grabensystems von Pechau bis zum

Zipkeleber See inklusive Siel am Zipkeleber Gutsteich

Kosten: 1,4 Mio € (Mittel aus dem städtischen Haushalt)

 

Derzeit laufen die Planungen für den Ausbau des Furtlaken-Grabensystems vom Graben E (Klusdamm) bis zum Steingrabensiel (Biederitzer Busch).

 

 




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